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Verkehrssituation Wellendorf Hilter: Initiative zur Geschwindigkeitsbegrenzung übergibt Unterschriften

Von Stefan Buchholz | 23.05.2019, 11:31 Uhr

332 Unterschriften übergaben die Initiatoren für eine Verbesserung der Verkehrssituation in Wellendorf jetzt an Bürgermeister Marc Schewski. Er wird sie an den Landkreis weiterleiten.

Denn der ist für die zwei Kreisstraßen zuständig. Konkret geht es um die zwei Hauptverkehrsachsen in Wellendorf, die K 333, Iburger Straße, und die K 347, Rothenfelder Straße.

Gefährliche Knotenpunkte

Laut der Grünen- und UWG-Politiker als Initiatoren, wird auf den beiden Straßen oft zu schnell gefahren. Zwar gibt es an mehreren Stellen Temporegulierende Verkehrszeichen, doch die würden schlicht missachtet, so Nadine Tönsing von den Grünen. „Wir haben verschiedene Knotenpunkte gefunden, wo es gefährliche Situationen gibt.“

(Weiterlesen: Keine Zeichen am Ortseingang: Wo sind Wellendorfs Ortsschilder versteckt?)

Ortseingangsschilder Lösung?

Als Lösung stelle man sich das Aufstellen von Ortseingangsschildern vor. Die könnten nicht nur Autofahrer an Tempo 50 erinnern, sondern dann erst auch weitere Maßnahmen, wie Zebrastreifen und Ampeln, zur Geschwindigkeits-Reduzierung ermöglichen. Mit der Unterschriftenaktion wollen die Initiatoren den Fokus der Gemeinde auf Stellen, etwa am Combi-Markt oder am Bahnhof, richten.

Bewusst ist den Politikern schon, dass die Verwaltung in Hilter keine Handhabe hat, da es sich um Straßen des Landkreises handelt. „Wir müssen aber einen weiteren Schritt machen und gemeinsam schauen, was wir auf den Weg bringen können“, meinte Nadine Tönsing.

Bürgermeister: Gemeinsamer Ortstermin

Bürgermeister Schewski schilderte das weitere Prozedere. Die Gemeinde leite die Unterschriften mit offiziellem Anschreiben an die Landkreisverwaltung weiter. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Landkreis dann ohne neuen Ortstermin einfach entscheidet, sondern dass wir uns das gemeinsam ansehen.“ Möglich, dass dabei auch Dinge zu tage kämen, die bislang übersehen worden seien, mutmaßte Schewski.

Polizei: Kein Unfallschwerpunkt

Für den Landkreis gibt es derzeit durch die Rechtslage und Praxis keinen Grund, Tempodrosselungen über das Aufstellen von Ortseingangsschildern vorzunehmen. In Wellendorf liege keine geschlossene Bebauung an den beiden Kreisstraßen vor, also brauche es auch keine Ortstafeln, heißt es in einer jüngsten Stellungnahme des Landkreises, die Schewski beim Termin ausgab.

Ebenfalls beruft sich der Landkreis auf die Unfallauswertung der Polizeiinspektion Osnabrück. „Mindestens seit 2015 sind keine Unfälle unter Beteiligung von querenden Fußgängern und Radfahrern zu verzeichnen“, haben die Beamten festgestellt.