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„Sozialverband hilft in vielen Bereichen“ SoVD Lähden ehrt langjährige Mitglieder

Von Martin Reinholz | 27.02.2015, 17:30 Uhr

Ein Jahresrückblick, Ehrungen verdienter Mitglieder und umfangreiche Informationen zum Thema Bluthochdruck standen im Mittelpunkt der Jahresversammlung des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Ortsverband

Der etwa 200 Mitglieder zählende Lähdener Ortsverband ist einer von etwa 2800 Ortsverbänden mit 560000 Mitgliedern in Deutschland. Sein Vorsitzender Reinhard Herbers bezeichnete den Sozialverband Deutschland als „modernen Dienstleister“, der seine Mitglieder in vielen Bereichen in allen sozialen Fragen berät. In Niedersachsen stellten 60 Beratungsstellen die Hilfe für Menschen mit Behinderung, Rentner, Krankenversicherte, von Hartz IV Betroffene und andere Bevölkerungsgruppen sicher.

Die Aufgabe eines Ortsverbands sieht Herbers in der Ermöglichung sozialer Kontakte der Mitglieder untereinander. Der Vorsitzende wünschte sich eine stärkere Beteiligung der 189 Mitglieder des SoVD Lähden bei den jährlichen Veranstaltungen.

Die stellvertretende Vorsitzende des Sozialverbands Deutschland im Kreisverband Emsland , Irmgard Terveer, dankte sowohl den Mitgliedern für ihre Treue zum SoVD und den Lähdener Vorstandsmitgliedern für ihr ehrenamtliches Engagement. Sie bezeichnete den SoVD als „starken Verband“, der den Ausbau und Erhalt des Sozialstaats als Ziel verfolge. „Wir sind Helfer im Dschungel der Bürokratie“, erklärte Terveer. Viele Betroffene wüssten meist nicht, was ihnen an Leistungen zusteht oder welche Rechte sie haben. Hier komme den emsländischen Beratungszentren in Aschendorf, Meppen und Lingen eine große Bedeutung zu.

Aber zum Sozialverband gehöre auch Freizeitgestaltung und geselliges Miteinander nach dem Motto „Gemeinsam statt einsam“. So gebe es speziell für Ältere und Menschen mit Behinderungen Ausflugsfahrten. Terveer rief alle Mitglieder auf, sich aktiv im Ortsverband zu beteiligen.

Über den Bluthochdruck und seine Folgen referierte Dr. Hermann-Josef Ganseforth. Der Arzt im Ruhestand war Allgemeinmediziner und Diabetologe in Meppen. Der Bluthochdruck habe Auswirkungen auf die Gefäße des menschlichen Körpers und bewirke in deren Folge Schlaganfälle und Herzinfarkte. Herz- und Kreislauferkrankungen seien die Todesursache Nummer eins in den Industrieländern. Die Zahl an Bluthochdruck erkrankten Menschen (Hypertoniker) in Deutschland bezifferte der Mediziner auf etwa 35 Millionen. Davon wissen etwa 22 Millionen von ihrer Erkrankung. Annähernd zwölf Millionen Patienten seien durch die Medikamentenbehandlung eher schlecht eingestellt, bemängelte Ganseforth. Lediglich rund 9,4 Millionen der Hypertoniker seien „richtig eingestellt“.

Ganseforth forderte dazu auf, bei jedem Arztbesuch auf einer Blutdruckmessung zu bestehen. Als Ursachen für erhöhten Blutdruck nannte der Mediziner Vererbung, Lebensalter, Bewegungsmangel, Übergewicht, Stress, Rauchen, erhöhte Blutfette, Kaliummangel und ein zu hoher Kochsalzkonsum.

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