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Schwester Pia feiert in Holte-Lastrup goldenes Ordensjubiläum „Hab es nur getan, weil ich es konnte“

17.09.2011, 09:59 Uhr

Im Januar 1963 kam die junge Ordenschwester der Thuiner Franziskanerinnen Schwester Maria Pia van Nahmen als Seelsorgeschwester in die St.-Clemens-Kirchengemeinde Holte und in das damalige Krankenhaus St.-Josef-Stift. Seit mehr als vier Jahrzehnten ist „Schwester Pia“, wie sie jeder nennt und kennt, aus dem Leben der katholischen Kirchengemeinde nicht mehr wegzudenken.

Nachdem sie im Mutterhaus der Franziskanerinnen in Thuine gemeinsam mit neun Mitschwestern das goldene Ordensjubiläum gefeiert hatte, bereiteten die Menschen in Holte-Lastrup einige Tage später einen beeindruckenden Empfang und ein feierlich festliches Hochamt in der St.-Clemens-Kirche.

Im Pfarrheim in Holte hatte der Pfarrgemeinderat zu einem offenen Empfang mit Kaffee und Kuchen geladen. Vertreter zahlreicher Holter Vereine und Gruppierungen, Schülerinnen und Schüler der Holter Schule und Vertreter aus Politik und Kirche gratulierten der Jubilarin. Der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Lähden, Alfons Winkeler, überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde Lähden und der Samtgemeinde Herzlake. Er wünschte Schwester Pia noch ein weiteres langes segensreiches Wirken in Holte.

Über 50 Messdienerinnen und Messdiener säumten schließlich den Weg vom Pfarrheim bis zur Kirche. Jeder überreichte Schwester Pia eine rote Rose. Holtes Pfarrer Andreas Bleise, Pater Benedikt Wulf, Pater Dominic Kurian Vadakarakalayil und die beiden Brüder der Jubilarin, die Priester Heinz und Josef van Nahmen, konzelebrierten beim Festhochamt. Außerdem wirkte der Schwager der Jubilarin, Diakon Gerd-Josef Niedere, beim Gottesdienst mit. Der Holter Kirchenchor umrahmte das Festhochamt musikalisch.

Pfarrer Andreas Bleise blickte auf das Schaffen der Ordensfrau. Als sie nach Holte-Lastrup kam, war sie anfangs für die Seelsorge an den Schulen in Ahmsen, Herßum und Holte verantwortlich. Die Aufgaben von Schwester Pia wurden im Laufe der Jahre immer umfangreicher. Im damaligen Holter Krankenhaus machte sie Nachtwachen und war für die Buchhaltung zuständig. Maßgeblich war sie an der Gründung des Kindergartens St. Marien in Holte-Lastrup beteiligt. Sie erstellte Messdienerpläne, half in der Pfarrbücherei, war schon Pfarrsekretärin, als es diesen Titel noch gar nicht gab, erklärte Bleise. „Schwester Pia übte Tätigkeiten aus, von denen ich gar nichts wusste oder auch gar nicht wissen durfte“, sagte er. „Was sie macht und machte, ist für die Gemeinde und für die Ehre Gottes“, betonte er.

Im Hochamt dankte der Vorsitzende des Holter Pfarrgemeinderates, Bert Müller, der Jubilarin für ihr segensreiches Wirken in Holte-Lastrup. Er würdigte die Vielfältigkeit ihrer Tätigkeiten.

Schwester Pia dankte in ihrer bescheidenen Art den Gratulanten: „Eine Predigt zu halten überlasse ich anderen“ sagte sie, „ich hab das alles nur getan, weil ich es konnte.“