Ein Artikel der Redaktion

Jörg Tebbe fährt auf der Langbahn in Vechta um WM-Punkte – Tobias Kroner will in Güstrow Deutscher Speedway-Meister werden Dohrener messen sich mit weltweiter und deutscher Elite

Von Helmut Diers | 09.09.2011, 11:31 Uhr

Heute Abend unter Flutlicht im Waldstadion in Vechta will Jörg Tebbe vom MSC Dohren in der Weltmeisterschaft auf der Langbahn den Grundstein für die direkte Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2012 legen. Speedwayfahrer Tobias Kroner vom MSC Dohren kämpft derweil in Güstrow um den Titel eines Deutschen Speedway-Meisters.

Für Tebbe, der in den bisherigen vier von sechs Trophy-Läufen – Groningen fiel wegen Regens aus – Höhen und Tiefen durchmachte, aber auch schon auf Medaillenkurs lag, geht es in Vechta darum, möglichst viele Punkte zu sammeln für die direkte Qualifikation zur WM 2012. Dafür muss er nach dem letzten Lauf im französischen Morizes am 17. September zu den sieben punktbesten Stahlschuhartisten der WM 2011 gehören. Tebbe nimmt zurzeit mit 47 Punkten den achten Rang hinter Matthias Kröger (51) ein. „Für mich zählt nur die Qualifikation, die vorderen Ränge sind schon zu weit weg“, weiß der Dohrener. Eine Medaille ist nur drin, wenn er zwei exzellente Rennen in Vechta und Morizes fährt und die Konkurrenz vor ihm kräftig Punkte liegen lässt.

Die Generalprobe, die DM im pfälzischen Herxheim, ging am letzten Wochenende für Tebbe daneben – nur Rang acht. Da war der Werlter Routinier Bernd Diener als Fünfter besser dran. In Vechta ist die Konkurrenz aber nur wenig stärker. B-Lizenz-Fahrer Bernd Dinklage aus Werlte, der in Herxheim durch einen frei gewordenen Platz bei den „Großen“ mitfahren durfte, schlug sich beachtlich und kam sogar in die Punktränge. Eine Woche zuvor hatte der Werlter in Berghaupten bei der DM der B-Lizenz-Fahrer Bronze geholt.

Tobias Kroner erreichte am letzten Samstag im internationalen Flutlicht-Speedwayrennen in Cloppenburg trotz Kürzertretens im Motorradrennsport wegen einer Ausbildung zum Bankkaufmann Rang zwei hinter Kevin Wölbert. Am Sonntag in Güstrow steht er erneut im Rampenlicht. Dort will er endlich Deutscher Meister werden – der Titel fehlt ihm noch in seiner Trophäensammlung. Ärgste Konkurrenten dürften Martin Smolinski und Kevin Wölbert sein. Gleich im ersten Rennen ist eine Vorentscheidung zu erwarten, denn Kroner und Smolinski treffen dann bereits auf den beiden Außenpositionen aufeinander. Gespannt sein darf man auch auf das Abschneiden des Nachwuchsfahrers Kai Huckenbeck aus Werlte. Angst vor großen Namen hat der Auszubildende zum Zweiradmechaniker nicht. Kann er, der vor dem letzten Lauf klar die deutsche Juniorenmeisterschaft anführt, den Speedway-Profis Paroli bieten? Völlig abwegig ist es nicht.