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Erster Spatenstich ist gesetzt Baustart für Wohnpark Busemühle in Herzlake

Von Tim Gallandi | 07.06.2013, 17:05 Uhr

Im Schatten der Eichenallee stehen die Baufahrzeuge bereit. Hier, am Fußweg, der in Herzlake von der Haselünner Straße abzweigt, ist am Freitag auch der symbolische erste Spatenstich zum Bau des Wohnparks Am See Busemühle gesetzt worden.

Die Maschinen des Unternehmens Bunte setzen sich nun in Bewegung, um den ersten von fünf Bauabschnitten zu erschließen. Zehn Wochen soll das ungefähr dauern. „Ich hoffe, dass wir im September die ersten Grundstücke verkaufen können“, sagte Wilhelm Dröge.

Der aus Herzlake stammende und heute in Lingen lebende Unternehmer ist der Vater des Wohnpark-Projekts. Ihm gehört das insgesamt 70 Hektar große, bisher landwirtschaftlich genutzte Gebiet zwischen Hase und Haselünner Straße, auf dem 323 Bauplätze und ein 85000 Quadratmeter großer See entstehen sollen. Ein Teil der künftigen Bungalows und Einfamilienhäuser soll mit Wärme aus dem See versorgt werden. Sechs bis sieben Millionen Euro will Dröge für all das investieren.

Seit er im Juli 2012 mit seinem Vorhaben an die Öffentlichkeit ging , musste der Investor manches an den Plänen ändern. Teils aus technischen Gründen, teils um der Kritik zu begegnen, die ihm entgegenschlug: Eine Reihe von Bürgern, vor allem die Nachbarn des künftigen Baugebiets, stießen sich an der Erschließung, da der Bauverkehr laut ersten Entwürfen durch die Busemühlenstraße fließen sollte. Nun soll das Areal durch eine neue Straße parallel zum Narzissenweg erschlossen werden. Im Nachhinein halte er das für die richtige Entscheidung, erklärte Dröge. Denn: „Die Busemühlenstraße eignet sich nicht für den Bauverkehr, sie ist zu schmal.“

Die Extra-Kosten, die die zunächst nicht geplante Straße verursacht, werden laut Dröge durch eine weitere Planänderung wettgemacht. Ursprünglich sollte die künftige Seefläche, die durch Sandabbau geschaffen wird, im Bereich des zweiten Bauabschnitts entstehen, also näher am Haseufer.

Dann stellte sich heraus, dass der dortige Sand nicht für den Straßenbau geeignet ist. Deshalb rückten Sandgewinnung und See in den Plänen nach Norden. Das überarbeitete Konzept sieht statt der anfangs vorgesehenen 278 nun 323 Bauplätze vor. Der erste Abschnitt umfasst 54 Bauplätze.

Lob für Dröge und sein Vorhaben gab es vonseiten der Gemeinde Herzlake von Bürgermeister Hans Bösken (CDU) und Gemeindedirektor Ludwig Pleus. Mit Blick auf die rege Bautätigkeit in der Gemeinde sei dies das größte Projekt: „Es bringt Herzlake nach vorne. Wir rechnen mit rund 1000 neuen Bürgern“, so Pleus.