Schnelles Internet ab Frühjahr 2018 Ausbau des Glasfasernetzes in Herzlake beginnt

Von Tim Gallandi


Herzlake. In der Gemeinde Herzlake hat der Ausbau des Glasfasernetzes begonnen. Das Telekommunikationsunternehmen EWE lässt rund 1300 Haushalte anschließen, die zukünftig die Option auf schnelles Internet bis zu Gigabit-Geschwindigkeit haben werden.

Kleine Baugruben wandern in diesen Tagen die Schulstraße entlang. Hier, im Herzlaker Ortsteil Felsen, sind die Mitarbeiter des Unternehmens K & R Eilers damit beschäftigt, nach und nach Löcher vor den Wohnhäusern zu graben, um in gut einem halben Meter Tiefe Glasfaser-Anschlüsse zu verlegen. Die Eingriffe sind überschaubar, wie der EWE-Kommunalverantwortliche Gerd Niemann unterstreicht: „Für unseren Ausbau nutzen wir moderne Verlegetechniken.“ Dadurch seien bei einem Hausanschluss keine großen Baumaßnahmen im Vorgarten notwendig. „Es werden nur zwei sehr kleine Löcher gebuddelt, mehr nicht.“

Was in Felsen beginnt, wird sich in den nächsten Monaten in weiten Teilen der Gemeinde fortsetzen: Die Kernbereiche mit dichter Besiedlung sowie Gewerbegebiete werden flächendeckend mit der FTTH-Technologie ausgestattet. FTTH steht für „Fibre to the Home“, zu Deutsch „Glasfaser bis ins Haus“. Zwar werden Internetdaten schon heute vielerorts durch Glasfaserkabel übertragen. Meist enden diese aber an innerörtlichen Knotenpunkten, von wo aus der Rest des Transfers per Kupferkabel erfolgt, wodurch das Übertragungstempo erheblich gedrosselt wird.

Beachtliche Resonanz

Das will EWE ändern und die Glasfaserstränge bis ins Haus der Benutzer verlegen. Um ein deutlich höheres Tempo der Datenübertragung zu ermöglichen, hat der Konzern mit Sitz in Oldenburg angekündigt, insgesamt 1,2 Milliarden Euro investieren zu wollen, um in den nächsten zehn Jahren eine Million Haushalte in der Region ans Glasfasernetz anzuschließen.

Seine Pläne machte das Unternehmen im März 2017 öffentlich. Anfang Mai startete die Vermarktungsphase inklusive dreier Info-Abende. Die Resonanz sei beachtlich, so Niemann: Schon mehr als 80 Prozent der Haushalte hätten sich für einen Glasfaser-Hausanschluss entschieden. Weitere Kurzentschlossene könnten sich nach wie vor bei EWE melden und einen Hausanschluss beantragen; dies sei noch bis Ende Oktober kostenlos.

Zukunftssichere Infrastruktur

„Es ist schön zu sehen, dass der Ausbau in großen Schritten weitergeht und jetzt schon die ersten Anschlüsse von der Glasfaser-Hauptleitung bis hin zu den Häusern realisiert werden“, kommentierte Herzlakes Bürgermeister Hans Bösken. Und Gemeindedirektor Günter Bölscher ergänzte: „Mit der Verlegung der Anschlüsse bis ins Haus ist ein weiterer wichtiger Schritt für eine zukunftssichere Infrastruktur getan.“ Laut Gerd Niemann peilt EWE an, im ersten Quartal 2018 die ersten Anschlüsse für schnelles Internet schalten zu können.

Weitere Informationen im EWE-Servicepunkt Haselünne, Markt 18, oder beim EWE-Vertriebspartner Elektro Fangmeyer in Herzlake, Boschstraße 14.