Französische Familienkomödie Kinoabend im Herzlaker Torfwerk Hahnenmoor

Von Martin Reinholz

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Die alte Verladehalle des Torfwerk Hahnenmoor verlieh dem Kinoabend ein besonderes Ambiente. Foto: Martin ReinholzDie alte Verladehalle des Torfwerk Hahnenmoor verlieh dem Kinoabend ein besonderes Ambiente. Foto: Martin Reinholz

Herzlake. Mit „Monsieur Claude und seine Töchter“ hat der Verein Torfwerk Hahnenmoor einen turbulenten Familienfilm präsentiert.

Der Film wies eine Fülle von witzigen Dialogen und gleichzeitigen Tiefgang in Bezug auf Vorurteile gegenüber Menschen anderer Länder und Glaubensrichtungen auf. Leider war die Zahl der Besucher beim Kinoabend in der alten Verladehalle nicht so groß wie im Vorjahr.

Die französische Filmkomödie „Monsieur Claude und seine Töchter“ zählt mit über 12 Millionen Besuchern alleine in Frankreich zu den zehn am meist gesehen Filmen im Nachbarland. Weltweit haben bereits fast 20 Millionen Besucher den im Jahr 2014 gestarteten Film des Regisseurs und Drehbuchautors Philippe de Chauveron gesehen. In Deutschland waren es annähernd vier Millionen Kinobesucher.

Vorurteile

Claude und Marie Verneuil (hervorragend dargestellt von Christian Clavier und Chantal Lauby) leben in der Chinon in der französischen Provinz und sind stolze Eltern von vier erwachsenen Töchtern. Zum Leidwesen von Claude, einem bekennenden konservativen Gaullisten, heiraten drei seiner Töchter keine katholischen Franzosen. Die älteste Tochter Odile ist mit dem erfolglosen jüdischen Geschäftsmann David liiert, Isabelle hat sich mit dem algerischstämmigen muslimischen Rechtsanwalt Rachid vermählt und Sègolène ist Ehefrau des chinesischstämmigen Bankers Chao Ling. Claudes letzte Hoffnung, doch noch einen standesgemäßen Schwiegersohn zu bekommen, ruht auf der jüngsten Tochter Laure. Familienfeiern drohen immer zu eskalieren, da Vorurteile gegenüber den Schwiegersöhnen herausgekehrt werden. Aber auch die Schwiegersöhne untereinander hegen gegeneinander Vorurteile.

Frieden scheint erst einzukehren, als Claude und Marie ihre Töchter und Schwiegersöhne einladen, Weihnachten gemeinsam auf ihren Anwesen zu verbringen. Dort entschuldigt sich der Schwiegervater, wodurch auch David, Rachid und Chao zusammenfinden. Schließlich besucht die gesamte Familie gemeinsam die katholische Messe.

Schwarzer Katholik

Kurz vor der Abreise eröffnet die vierte Tochter ihren Eltern, dass sie beabsichtigt, einen katholischen Schauspieler namens Charles zu heiraten. Die anfängliche Freude von Claude und Marie weicht Entsetzen, als sich der zukünftige Schwiegersohn als Schwarzer von der Elfenbeinküste entpuppt. Claude meint dazu nur noch sarkastisch zu seiner Frau: „Wir haben das große Los gezogen!“

Laures zukünftiger Schwiegervater Andrè entpuppt sich als Pendant zu Claude. Der ehemalige Offizier ist voller Vorurteile gegenüber den Weißen im Allgemeinen und den ehemaligen französischen Kolonialherren im Speziellen. Der zukünftige Ehemann von Laures meint dazu nur: „Mein Vater ist wie deiner, nur in schwarz.“ Gemeinsam versuchen schließlich Claude und Andrè, die Hochzeit ihrer Kinder zu verhindern.

Nach einem lustigen Hin und Her kommt es doch noch zu einer Versöhnung der Beteiligten und einer einvernehmlichen Hochzeit als großes Happy-End des Filmes.

Das Team des Vereins Torfwerk Hahnenmoor rund um den Vorsitzenden Dieter Pixa verstand es, durch kulinarische Angebote den Kinoabend für die Besucher zu einem schönen Erlebnis zu machen. Das besondere Ambiente der alten Verladehalle des Torfwerks und die einsetzende Dunkelheit machten das „Open-Air-Kino“ zu einem besonderen Erlebnis.


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