Freundlich empfangen Josef Danne überbrückt vakante Priesterstelle in Herzlake

Von Lorena Dreusicke

Fühlt sich in Herzlake gut aufgehoben: Pater Josef Danne überbrückt bis zum Herbst die vakante Pfarrerstelle in der Pfarreiengemeinschaft Herzlake, Dohren und Westrum. Foto: Lorena DreusickeFühlt sich in Herzlake gut aufgehoben: Pater Josef Danne überbrückt bis zum Herbst die vakante Pfarrerstelle in der Pfarreiengemeinschaft Herzlake, Dohren und Westrum. Foto: Lorena Dreusicke

Herzlake. Gut eine Woche ist er im Amt und er fühlt sich schon heimisch – Pater Josef Danne hat vorübergehend die priesterlichen Aufgaben der Pfarreiengemeinschaft Herzlake, Dohren und Westrum übernommen.

Damit füllt er die Lücke, die Pfarrer Frank Rosemann hinterließ, der Anfang Februar nach Aschendorf wechselte. Die dortige vakante Stelle hatte Danne auch überbrückt.

Der 77-jährige Sauerländer ist seit zwei Jahren Vakanzpriester, übernahm vor Aschendorf vorübergehend die Seelsorge in Lathen, im Boje-Verbund Oberlangen und in Lage-Rieste. Laut Kirchenrecht dürfe er nur bis zum Alter von 75 Jahren eine Pfarrei leiten, erklärte er. „Ich habe dann an den Bischof geschrieben, ich fühle mich fit und möchte noch arbeiten.“ Nach seiner 23-jährigen Pastorenzeit in Esterwegen kommt er nun je für einige Monate in die Gemeinden, in denen die Pfarrstellen unbesetzt sind.

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„Ich habe keine Schwierigkeiten damit, in immer neue Gemeinden zu kommen“, sagte Danne. „Die Vakanzarbeit gefällt mir gut.“ Seine neue Gemeinde Herzlake, Dohren und Westrum habe ihn herzlich empfangen. Sie habe sogar das verwaiste Pfarrheim für ihn eingerichtet, da er stets ohne Möbel umzieht. „Kurz nach meiner Ankunft kamen zwei besorgte Herzlaker und fragten, ob etwas fehle“, sagte Danne, „ich fühle mich wohl hier.“

Vermutlich werde das Bistum Osnabrück gegen Ostern den Namen des Nachfolgepfarrers bekannt geben, schätzt er. Der Kandidat werde dann Kontakt mit dem zuständigen Dechant und der Gemeinde aufnehmen und dann voraussichtlich im September ins Amt eingeführt.

Werdegang anders als geplant

Dannes Werdegang lief nach Studium und Priesterweihe im Orden der Missionare vom Heiligen Herzen Jesu (MSC) anders als er sich es gewünscht hatte. „Ich wollte als Missionar in der Südsee arbeiten, aber der Arzt sagte ich sei nicht tropenfest und würde als kranker Mann zurückkehren.“ Diese Diagnose habe ihn schwer getroffen.

Stattdessen kam Danne als junger Mann zur Ordensniederlassung Johannesburg in Surwold bei Papenburg. Die Arbeit als Jugendseelsorger habe ihm jedoch viel Freude bereitet, gut 15 Jahre blieb er dort. Anschließend engagierte er sich für die Katholische Landjugendbewegung und lernte dabei die Dekanate Hümmling, Freren und Meppen kennen. Er wirkte als stellvertretender Dechant für den Bereich Emsland-Nord und leitete die Pfarreiengemeinschaft „Abraham“. Ab 1990 war er Pfarrer der Gemeinde St. Johannes in Esterwegen, wo er sich zudem für die Gedenkstätte starkmachte, bevor es ihn nun wieder ins mittlere Emsland verschlug.


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