„Frühzeitige Aussaat wichtig“ Feldtag für Berufsschüler in Herzlake


Herzlake. 17 Schüler der Berufsbildenden Schulen in Meppen haben mit ihrem Lehrer Rolf-Dieter Pophanken und Ansgar Schwalen vom Emsländischen Landvolk den Modellbetrieb von Gerd Schwallen in Herzlake-Westrum besucht. Hier wurde eine Demonstrationsfläche mit verschiedenen Zwischenfrüchten angelegt. Phacelia, Klee, Ölrettich, Lein, Senf, Raps, Rübsen und Zwischenfruchtmischungen standen mit unterschiedlichen Düngungsstufen zur Verfügung.

Seit dem Jahr 2010 berät die Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Bereich der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) im Bezug auf die Thematik „Nitratreduktion“. Bis zum Jahr 2012 wurden in den zwei Gebieten Mittlere Ems / Vechte und Hunte landwirtschaftliche Betriebe mit dem Ziel beraten, die Nitrateinträge aus der Landwirtschaft in das Grundwasser zu vermindern. Seit 2014 erfolgt die Gewässerschutzberatung in den Beratungsgebieten Mittlere Ems Nord und Hunte sowie in dem Pilotgebiet mit kombinierter Oberflächengewässer- und Grundwasserschutzberatung.

Klassenzimmer auf das Feld verlegt

Die Wasserschutzberatung der Landwirtschaftskammer beginnt bereits in der Ausbildung der zukünftigen Betriebsleiter in den Ausbildungsbetrieben und berufsbildenden Schulen. Das Klassenzimmer wurde kurzerhand auf das Feld verlegt und das Thema Wasserschutz dort praktisch bearbeitet.

Die Vertreter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Gewässerschutzbeauftragter Bernd Plescher und Holger Hoffstall vom Pflanzenschutzamt der Kammer versuchten anhand praktischer Beispiele, die Auszubildenden an das Thema Gewässerschutz heranzuführen.

Vier Arbeitsgruppen

Eingeteilt in vier Arbeitsgruppen und ausgerüstet mit Klemmbrettern, Maßbändern, Spaten und Bodensonden wurden zunächst Zwischenfrüchte ausgegraben und hinsichtlich ihrer Entwicklung unter verschiedenen Düngegaben und der Bodenverhältnisse bewertet. Arbeitsblätter und Informationen der Berater unterstützten die jungen Leute dabei, das Pflanzen- und Wurzelwachstum unter dem Aspekt von unterschiedlichen Düngungshöhen in den einzelnen Zwischenfruchtvarianten zu untersuchen. Pflanzenlängen wurden bestimmt, das Verhältnis von Blattlängen zur Stängellänge ermittelt und die Wurzellänge gemessen. Die angehenden Landwirte präsentierten die Ergebnisse und diskutierten diese mit den Fachleuten. Dabei wurde deutlich, dass gerade im Zwischenfruchtanbau eine frühe Aussaat den größten Erfolg verspricht. Anhand einer großen Bodenöffnung wurden die Bodenverhältnisse und der Aufbau des Bodens genau unter die Lupe genommen.

Amelie Bauer von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gab zusätzlich Informationen über verschiedene Untersuchungen des Grundwassers, die aus der Wasserabgabe finanziert werden.


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