„Spatzennest“ für 15 Kleinkinder Krippe in Dohrener Kindergarten Wunderland eingeweiht

Von Lorena Dreusicke


Dohren. Pünktlich zum Beginn des neuen Kindergartenjahres ist im Kindergarten Wunderland St. Bernardus in Dohren der Anbau für die Krippe fertiggestellt worden. Bis zu 15 Kinder unter drei Jahren können ab sofort in den neuen Räumlichkeiten betreut werden.

Zur feierlichen Einweihung des 120 Quadratmeter großen Anbaus kamen am Mittwoch einige der beteiligten Vertreter vom Landkreis, der Gemeinde und Samtgemeinde sowie Fachberater und Vertreter der Bauunternehmen und der Kirchengemeinde und außerdem Eltern mit ihren Kindern. Eine Gruppe Vorschulkinder entzückte die Gäste mit Sprüchlein und einem Lied, welche die zurückliegenden Baumaßnahmen thematisierten.

Kindergartenleiterin Elke Metting sagte in ihrer Rede, dass mit dem Bau der Krippe ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen sei. Eltern und Erzieher hätten sich seit längerem mehr Platz für die Kinderbetreuung gewünscht. Bislang seien in einer Kleingruppe, „einer quasi Krippe“, bis zu acht Kleinkinder betreut worden. „Die Nachfrage war und ist groß“, sagte Metting, „die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für viele ein wichtiges Thema.“ Jede Familie stehe anders zum Thema Krippenbetreuung, doch es sei wichtig, dass sie die Wahl haben, betonte Metting. Durch den Anbau sind drei Krippenräume und ein Mitarbeiterraum geschaffen worden, „viel Platz zum Bauen, Spielen und Experimentieren“, sagte Metting und dankte allen Beteiligten, insbesondere den freiwilligen Helfern.

Weiterlesen: Richtfest Dohrener Krippenanbau

Als Träger des Kindergartens und der neuen Krippe sprach Pfarrer Frank Rosemann im Namen der katholischen Kirchengemeinde St. Bernardus Dohren ein Grußwort. Gesegnet hatte er die Krippe beim Pfarrfest am vergangenen Sonntag, als die neuen Räumlichkeiten eröffnet wurden. „Auch durch das Wirken der Erzieher wird dies zu einem gesegneten Ort“, sagte er.

Kleingruppe als Übergangslösung

Dohrens Bürgermeister Johannes Dieker sprach von einem gelungenen Krippenbau, der das Provisorium der Kleingruppen ablöse. „Anfang des Jahres war klar, dass eine finale Lösung gefunden werden muss, ohne die Struktur des Kindergartens zu verändern“, sagte Dieker. Nachdem zunächst die Kosten mit 400000 Euro beziffert wurden, habe schließlich die Planung mit den Haselünner Baufirmen ASP und Schulte den Betrag auf 250000 Euro reduzieren können. Die Kosten teilten sich die Gemeinde, der Landkreis, das Bistum und das Land. „Das Ziel, Anfang August zu eröffnen, wurde eingehalten“, sagte er, „die Krippe passt sich baulich hervorragend an den bisherigen Kindergarten an.“ Nur bei den Außenanlagen gebe es noch Arbeiten zu verrichten.

Bürger wählten Namen für Krippe

Während Leiterin Metting von einem schnellen und unkomplizierten Bau sprach, deutete Bürgermeister Dieker einen hohen Verwaltungsaufwand an. „Wer Spaß hat, sich von Vorgaben ärgern zu lassen, der sollte eine Kita bauen“, merkte er augenzwinkernd an. Umso erfreulicher sei, sagte er, dass mit der Krippe nun ein Ort geschaffen wurde, der Familien unterstützt und in dem das Betreuerteam auf die bisherigen Erfahrungen aufbauen kann.

Auch einen Namen hat die Krippengruppe bekommen, berichtete Metting. Beim Pfarrfest am Sonntag hätten die Besucher über vier Vorschläge abgestimmt. Die Wahl fiel auf „Spatzennest“.


Wunderland:

Der Kindergarten Wunderland St. Bernardus in Dohren betreut zurzeit rund 45 Kinder in einer Regelgruppe und einer integrativen Gruppe. Im Anbau für die Krippe ist Platz für 15 Kinder unter drei Jahren. Es gibt dort einen Sanitärraum, einen Ruheraum, ein Spielzimmer und einen Mitarbeiterraum. Die Leiterin der Kinderkrippe Beatrix Wöste berichtet, dass schon zehn Anmeldungen für Krippenplätze vorlägen. Betreut würden die Kinder von zwei Erzieherinnen, in Herbst verstärke das Team eine dritte Kraft sowie eine Praktikantin.