Betrieb mit 36000 Legehennen Vogelgrippe in Herzlake ausgebrochen

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Herzlake. Im Emsland hat sich der Verdacht auf Ausbruch einer milden Form der Vogelgrippe bestätigt. Betroffen ist ein Betrieb mit etwa 36000 Legehennen in Freilandhaltung, der sich nach Informationen unserer Redaktion in Herzlake befindet. Wie der Landkreis Emsland am Donnerstag mitteilte, müssen die Tiere nun tierschutzgerecht getötet werden.

Der Verdacht auf Vogelgrippe hatte sich laut Mitteilung des Landkreises durch Eigenkontrollen ergeben, die nun durch amtliche Proben des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) bestätigt worden sind. Das nationale Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems teilte am Donnerstag mit, dass es sich um die niedrigpathogene Form der Aviären Influenza (LPAI) mit dem Subtyp H7 N7 handelt. Eine Gefahr für den Menschen bestehe bei dieser milden Form der Vogelgrippe nicht.

Sperrgebiet eingerichtet

Der Landkreis Emsland leitet der Mitteilung zufolge nun alle notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Tierseuche ein. Diese umfassen unter anderem die Einrichtung eines Sperrgebiets von einem Kilometer Radius um den Ausbruchsbetrieb. Geflügel darf nicht in dieses Gebiet hinein- oder aus diesem Sperrgebiet herausgebracht werden.

Daneben wird epidemiologisch ermittelt, um die Ursache sowie weitere Kontaktbetriebe festzustellen. Tritt 21 Tage nach Reinigung und Desinfektion des Betriebs kein neuer Fall auf, können diese Maßnahmen aufgehoben werden.

In Niedersachsen wurde der letzte Ausbruch einer niedrigpathogenen Aviären Influenza vom Subtyp H7 im März 2015 in einem Geflügelbestand im Landkreis Cuxhaven festgestellt. Davor gab es Ausbrüche der hochpathogenen Form in den Landkreisen Cloppenburg und Emsland 2014.

Monitoring

„In Deutschland finden regelmäßig Monitoring-Untersuchungen zur Vogelgrippe in Geflügelbeständen und bei Wildvögeln statt“, teilte der Landkreis Emsland mit. „Diese haben in Niedersachsen bisher keine Hinweise auf ein sich ausbreitendes Influenzageschehen ergeben.“ Darüber hinaus gibt es in Geflügelbeständen spezielle Eigenkontrolluntersuchungen: Alle Geflügelhalter werden aufgerufen, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und konsequent anzuwenden.

H5N8 in Niedersachsen erloschen

Erst im Februar hatte das Landwirtschaftsministerium die hochansteckende Form der Vogelgrippe H5N8 in Niedersachsen für erloschen erklärt , nachdem diese Ende 2014 zunächst in einer Putenmästerei in Barßel (Kreis Cloppenburg) und dann in einem Entenmastbetrieb in Neubörger (Kreis Emsland) festgestellt worden war. Vorsorglich waren dort daraufhin die Bestände mit 120000 Puten beziehungsweise 11 000 Enten getötet worden. Außerdem hatten mehrere Landkreise eine monatelange Stallpflicht für Geflügel verhängt.

Weitere Informationen unter www.tierseucheninfo.laves.niedersachsen.de


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