Zehn Millionen Euro Investition Herzlaker Autohof nimmt Gestalt an


Herzlake. „Der Autohof wird kommen“, hat Investor Hendrik Richard Holt am Donnerstag bei der Vorstellung der Lagepläne im Rathaus Herzlake mitgeteilt. Zehn Millionen Euro wollen die Investoren für den Bau nahe der E233 in die Hand nehmen, um auf dem etwa fünf Hektar großen Gebiet eine moderne und komfortable Tank- und Rastanlage zu errichten.

Die Vision der Investorenfamilien Hellwig und Holt sieht neben 90 Lkw-Stellplätzen und 180 Auto-Parkplätzen auch ein Bistro, ein Fast-Food-Restaurant sowie eine Spielstätte mit Automaten und Billardtisch vor. „In den Gewerbegebieten rund um Herzlake stehen häufig Lkw an den Seitenstreifen. Manchmal sogar im Parkverbot, weil es an Raststellen einfach fehlt. Ein Ärgernis für alle Anwohner“, erzählt Richard Hellwig. Eine Studie zeige, dass die Verkehrsfrequenz in dem Bereich um Herzlake weiter steigen wird. Auf den Ausbau der Europastraße möchte die Hellwig-und-Holt-Gruppe jedoch nicht länger warten und den Autohof voraussichtlich Mitte 2017 in Betrieb nehmen.

„Vor allem möchten wir bei diesem Projekt eng mit der Gemeinde zusammenarbeiten. Der Bau sowie die Zulieferung für den Autohof sollen örtliche Unternehmen ausführen“, so der Unternehmer. Zudem gibt es noch eine freie Expansionsfläche von etwa 500 Quadratmetern, die flexibel konzipiert werden könne. „Wir sind da offen für alles. Bürger und örtliche Einzelhändler können auf uns zukommen und uns ihre Vorschläge präsentieren.“ Die Investoren kalkulieren 35 bis 40 neue Arbeitsplätze für den Autohof ein. Bei der Konzeptentwicklung wurde besonderer Wert auf Modernität gelegt. Bei der Lkw-Waschanlage können Speditionen sich zukünftig vorab online anmelden, damit die Wartezeit verkürzt wird. Außerdem soll es auf dem Gelände freies WLAN geben. „Wir sind derzeit noch in Verhandlungen mit der Telekom“, berichtet Hellwig. Auch für Elektrofahrzeuge soll es auf dem Autohof eine Ladestation geben. „Bei der Vorstellung der Pläne im Gemeinderat traf das Projekt bereits auf viel Zustimmung“, erzählt Bürgermeister Hans Bösken.

Der Autohof soll an der Landesstraße 55 auf einem Feld entstehen, angrenzend an ein Waldstück, beides in Gemeindeeigentum. „Die Zustimmung ist uns wichtig, und wir möchten mit der Rastplatzanlage auch den Einzelhandel insgesamt stärken“, so Hellwig.

Mitte Februar berät der Gemeinderat das Projekt. Und auch die Zustimmung des Landkreises benötigen die Investoren, um mit der Planung voranzuschreiten.


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