Investoren stellen Projekt vor Herzlake soll einen Autohof erhalten

Auf dieser Fläche soll in Herzlake der Autohof entstehen. Von links: Hans Bösken, Günter Bölscher (Gemeindedirektor), Hendrik-Richard Holt, Simone Holt, Richard Hellwig und Heinz Luchterhand (Finanzdirektor Holt). Foto: Tim GallandiAuf dieser Fläche soll in Herzlake der Autohof entstehen. Von links: Hans Bösken, Günter Bölscher (Gemeindedirektor), Hendrik-Richard Holt, Simone Holt, Richard Hellwig und Heinz Luchterhand (Finanzdirektor Holt). Foto: Tim Gallandi

Herzlake. Ein Vorhaben, das in Herzlake seit Jahren im Raum steht, soll nun endlich umgesetzt werden: der Bau eines Autohofs. Nahe der E233 wollen zwei Familien auf einer Fläche von rund fünf Hektar eine Tank- und Rastanlage einrichten, die besonders dem Fernlastverkehr dient. Wie genau der Autohof aussehen soll, wollen Investoren und Gemeinde Herzlake im Januar dem Rat vorstellen.

An der Landesstraße 55, wenige hundert Meter von der Herzlaker Anschlussstelle zur Europastraße 233, soll der Autohof entstehen. Wo sich zurzeit ein Feld und ein Waldstück, beide in Gemeindeeigentum, befinden, wird es in nicht allzu ferner Zukunft eine Tankstelle samt Shop geben, eine Waschanlage, auch für Lastwagen, Sanitäranlagen sowie verschiedene gastronomische Angebote, darunter eine Fastfood-Filiale. All das kann durch ein Motel ergänzt werden.

Das jedenfalls ist die Vision der Hellwig-und-Holt-Gruppe. Hinter ihr verbirgt sich ein Zusammenschluss zweier Familien aus München und Haselünne, die als Investoren auftreten. „Nach längeren Gesprächen und Verhandlungen haben wir uns am vergangenen Freitag mit der Gemeinde geeignet und vertraglich gebunden“, sagte Hendrik-Richard Holt, operativer Geschäftsführer auf Haselünner Seite, unserer Redaktion. Sein Gegenüber Richard Hellwig fügte hinzu, bei den laufenden Planungen sei man „gesprächsbereit und offen für Anregungen der Anlieger“.

Investiert werden soll nach Angaben der Familien eine Summe im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Wann es mit dem Bau losgehen wird, sei allerdings noch unklar. „Im kommenden Jahr wollen wir die Flächensicherung abschließen und mit potenziellen Pächtern und Betreibern verhandeln“, erklärte Hellwig. Der Autohof mit etwa 100 Stellplätzen soll besonders Fernfahrern eine Rastmöglichkeit bieten. Die Hellwig-und-Holt-Gruppe kalkuliert dort mit 35 bis 40 neuen Arbeitsplätzen.

Neben der Unterstützung der Gemeinde bemerken die Investoren in Herzlake für ihr Vorhaben „viel Wohlwollen, gerade seitens des Mittelstands“, so Hendrik-Richard Holt. Bürgermeister Hans Bösken (CDU) bekräftigte, die Gemeinde sei „vom Gesamtpaket überzeugt“. Der Standort, „mittig zwischen Emstek und den Niederlanden“, sei zudem günstig gelegen. Einzelheiten zu den Plänen sollen im Januar dem Herzlaker Gemeinderat präsentiert werden.


Als Autohof wird eine Tank- und Rastanlage bezeichnet, die – anders als eine Raststätte – keine eigene und unmittelbare Zu- und Abfahrt zur Fernstraße hat, sondern über eine reguläre Anschlussstelle erschlossen ist. Ein Autohof darf höchstens einen Kilometer von der Anschlussstelle entfernt sein, muss ganzjährig und ganztags geöffnet sein und mindestens 50 Stellplätze für Lkw vorhalten. Quelle: Wikipedia

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN