Subventionen und Außerirdische Theatergruppe Dohren präsentiert Bauern-Komödie

Von Martin Reinholz

„Een Butler op`n Buurnhoff“, heißt die Plattdeutsche Komödie, die die Theatergruppe Dohren am kommenden Sonntag letztmalig aufführt. Mit von der Partie sind auch Kerstin Blankmann (links) als Lore und Christoph Hemmen als Kuddl Dührkopp. Foto: Martin Reinholz„Een Butler op`n Buurnhoff“, heißt die Plattdeutsche Komödie, die die Theatergruppe Dohren am kommenden Sonntag letztmalig aufführt. Mit von der Partie sind auch Kerstin Blankmann (links) als Lore und Christoph Hemmen als Kuddl Dührkopp. Foto: Martin Reinholz

mr Dohren. „Een Butler op`n Buurnhoff“ von Hans Schimmel heißt die Komödie in drei Akten, die die Theatergruppe Dohren in diesem Spielwinter auf die Bühne bringt. Die Plattdeutsche Fassung wurde von Wolfgang Binder erarbeitet. Damit greift die Theatergruppe ein gleichermaßen spannendes wie aktuelles Thema auf. Es geht um EU-Subventionen in der Landwirtschaft. Am kommenden Sonntag findet um 16 Uhr im Dohrener Bienenkorb die letzte Aufführung unter der Regie von Martin Kemper statt.

Als ausgewiesener Experte in Sachen EU-Subventionen, tut sich für den Landwirt Kaddl eine schier unbegrenzte Einnahmesituation auf. Seine bewirtschafteten Flächen und die Zahl der Milchkühe vermehren sich auf wundersame Art und Weise – zumindest auf dem Papier. Allerdings benötigt er die ergaunerten Subventionen nicht für sich alleine, sondern für alle, denen es im Moment nicht so gut geht. Darunter auch sein Freund, der Pfarrer Udo Glaser (Werner Lenger), der dringend Geld für ein neues Kirchendach benötigt.

Birthe Dührkop hat sich an einem Preisausschreiben beteiligt und hofft indes auf den zweiten Preis, einen Gutschein für die Reparatur des Traktors. Nie hätte sie damit gerechnet, dass ausgerechnet sie den Hauptpreis gewinnt: einen Butler für eine Woche, der alle Wünsche erfüllt.

Probleme bereitet auch Kuddls Nachbar Fred Bodendiek (Heinz Hus), der sich von Außerirdischen auserwählt fühlt, um im Weltall für Nachwuchs zu sorgen. Er erwartet seine Abholung ins Weltall in nächster Zeit.

Ausgerechnet jetzt hat sich Silvia Lüttge (Doris Fischer), eine Beamtin des Landwirtschaftsministeriums, angemeldet, um der immensen Steigerung der Subventionen auf den Grund zu gehen. Aber sie stößt bei den Dorfbewohnern auf eine Mauer des Schweigens, obwohl sie sich direkt in einem Ferienzimmer auf dem Hof Dührkop eingemietet hat. Für reichlich weitere Verwirrung in dem rasanten Dreiakter sorgen die Magd des Hofes, Lore (Kerstin Blankmann), die unentwegt auf der Suche nach einem Bräutigam ist, Michaela Katzenauer (Tanja Fröhleke), die Kuddl als „gute Partie“ ausgemacht hat und ihm ständig den Hof macht sowie der Feriengast Monika Lohmann (Nicole Krämer), die als scheinbares Überbleibsel der Hippie-Bewegung mit ökologischen und esoterischen Zügen daher kommt.

Schließlich darf man gespannt sein, wie sich der „Hauptgewinn“ von Birthe Dührkop, der Butler Johann (Thorsten Wester), auf dem landwirtschaftlichen Betrieb zu Recht findet. Eine überraschende Rolle hat Heike Mähs übernommen, die erst zum Schluss des Stückes aufgelöst wird.