Komödie mit viel Wortwitz Premiere von „Een Butler op‘n Buurnhoff“ in Dohren

Von Martin Reinholz

Eine rasante Komödie boten die Laienspieler der Theatergruppe Dohren mit „Een Butler op‘n Buurnhoff“. Von links: Tanja Fröhleke, Sandra Lübken, Kerstin Blankmann und Thorsten Wester. Foto: Martin ReinholzEine rasante Komödie boten die Laienspieler der Theatergruppe Dohren mit „Een Butler op‘n Buurnhoff“. Von links: Tanja Fröhleke, Sandra Lübken, Kerstin Blankmann und Thorsten Wester. Foto: Martin Reinholz

Dohren. „Een Butler op’n Buurnhoff“ von Hans Schimmel heißt die Komödie in drei Akten, die die Theatergruppe Dohren in diesem Spielwinter auf die Bühne bringt. Die Plattdeutsche Fassung wurde von Wolfgang Binder erarbeitet. Nun konnte die Theatergruppe im fast ausverkauften „Bienenkorb“ in Dohren eine begeisternde Premiere feiern.

„Das tolle Publikum und starker Beifall bei jedem Erstauftritt der Laiendarsteller spornten die Aktiven zu wahren Höchstleistungen an“, resümierte ein sichtlich zufriedener Spielleiter Martin Kemper. „Bauchweh vor Lachen“, „Sehr gut gespielt“ und „Selten so gelacht“ waren die Reaktionen der Zuschauer nach dem Dreiakter.

Der Erfolg der Premiere offenbarte, dass Spielleiter Kemper bei der Rollenverteilung die richtigen Entscheidungen getroffen hatte. Christoph Hemmen überzeugt als Bauer Kuddl Dührkop, der sich zahlreiche EU-Subventionen erschwindelt. Ebenso routiniert tritt Sandra Lübken als seine Schwester Birthe Dürrkop auf.

Tragende Säulen des Stücks sind ohne Zweifel Kerstin Blankmann als Magd Lore und Heinz Hus in der Rolle des Fred Bodendiek, der sich von Außerirdischen auserwählt fühlt. Weitere feste Größen im Dohrener Ensemble sind Werner Linger als Pastor Udo Glaser und Doris Fischer als Silvia Lüttge vom Landwirtschaftsministerium, die der Steigerung von Dührkops Subventionen auf den Grund gehen soll.

Lokale Begebenheiten

Ebenso schauspielerische Qualitäten beweisen Nicole Krämer als Monika Lohmann und Tanja Fröhleke als Michaela Katzenauer. Schließlich gelingt es Thorsten Wester, die Rolle des Butler Johann beeindruckend zu verkörpern. Besonders der hochgestochene Butler-Wortschatz wird eindrucksvoll herübergebracht.

Gleich der erste Akt beginnt rasant und mit vielen witzigen Dialogen. So sieht Kuddl Dührkop die Inanspruchnahme der Subventionen als „Entwicklungshilfe für eine arme landwirtschaftliche Gegend“. Als Birthe erklärt, dass die Hälfte der Kartoffeln eingekellert und die andere Hälfte verkauft werden soll, mein Magd Lore nur trocken: „Und ich soll die alle durchschneiden?“

Trocken antwortet auch Fred Bodendiek bei seiner Beichte mit Pastor Glaser auf dessen Anmerkung: „Wir werden uns im Himmel nicht begegnen!“ Darauf Bodendiek: „Meinen Sie, das Sie dort nicht rein gelassen werden?“ Auch die Bezüge zu Dohrener Begebenheiten und Orten sind überzeugend.

Weitere Aufführungen des sehenswerten Dreiakters sind an den Sonntagen, 9. November, 16. November und 23. November, jeweils um 19.30 Uhr. Am Sonntag, 30. November, findet eine Aufführung um 16 Uhr statt. Eine Aufführung für Senioren mit Kaffee und Kuchen ist am 5. November um 14.30 Uhr. Gespielt wird auf der Bühne der Gaststätte Bienenkorb in Dohren. Weitere Info: www.theaterdohren.de.tl