Tempoverstöße im Ort Dohrener Gemeinderat kritisiert Verkehrskommission

Von Helmut Diers

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Nordwestlich des bestehenden Kindergartens Wunderland in Dohren erfolgt eine Andockung des Krippengebäudes mit einer Fläche von 133 Quadratmetern. Foto: DiersNordwestlich des bestehenden Kindergartens Wunderland in Dohren erfolgt eine Andockung des Krippengebäudes mit einer Fläche von 133 Quadratmetern. Foto: Diers

Dohren. Unzufriedenheit mit der Verkehrspolitik des Landkreises Emsland hat der Rat der Gemeinde Dohren in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause geäußert. Außerdem ging es um den Stand der Dinge beim Krippenneubau. Im Amt des Dohrener Gemeindedirektors bestätigt wurde Ludwig Pleus.

Die laufende Amtszeit des Gemeindedirektors endet regulär zum 31. Oktober. Der Rat der Kommune berief den Herzlaker Samtgemeindebürgermeister Pleus einstimmig für weitere zwei Jahre – bis zu den Kommunalwahlen 2016 – zum Gemeindedirektor. „Wir haben volles Vertrauen zu Ludwig Pleus“, hieß es quer durch die Fraktionen. Pleus dankte allen Ratsmitgliedern für das Vertrauen und hoffte auf „weiter so gute Kooperation wie bisher.“ Bürgermeister Johannes Dieker überreichte Pleus die Ernennungsurkunde.

Erfreut nahm der Rat die Sachstandserläuterugen zum Krippenneubau beim Dohrener Kindergarten Wunderland durch Pleus und Sachbearbeiterin Brigitte Schröder entgegen. „In dieser kleinen Gemeinde ist die Infrastruktur noch in Ordnung“, hoffte der Gemeindedirektor, dass es „auch in Zukunft so bleiben“ möge. Mit Blick auf die Kinderzahlen in der Gemeinde und bedingt durch die Nachfrage aus jungen Familien habe der Rat auch im Interesse des Fortbestands der örtlichen Grundschule den Neubau einer Krippe für 15 Kinder unter drei Jahren beschlossen.

Baukosten 250000 Euro

An die bestehenden Räume der Kindertagesstätte werde in nordwestlicher Richtung ein Gebäude mit einer Grundfläche von 133 Quadratmeter angedockt. Es halte alle nötigen Räume für 15 Krippenplätze vor und passe sich optisch hervorragend dem Dorfbild an. „Der Bauantrag ist gestellt, die entsprechenden Förderanträge auf den Weg gebracht“, sagte Pleus, der die Baukosten inklusive Planung und Kosten für Mobiliar und Außenanlagen auf rund 250000 Euro bezifferte. „Heute können wir froh sein, dass wir die Maßnahme auf den Weg gebracht haben, damit wir junge Familien in Dohren binden oder sie hierher holen.“ Deshalb werde man auch ein neues Baugebiet ausweisen. Die neue Kinderkrippe soll ab dem 1. April 2015 in Betrieb gehen. Die Genehmigung für die bisherige Krippengruppe ist bis zur Fertigstellung des neuen Komplexes verlängert worden.

Mit dem Zustand der Gemeindestraßen will sich der Rat Dohren in nächster Zeit ausgiebig beschäftigen, um auch die finanziellen Kosten für notwendige Sanierungen abzusichern. In einer der nächsten Sitzungen soll ein Vertreter einer Kommune gehört werden, die die Sanierung der Gemeindestraßen auf einem genossenschaftlichen Weg löst. Ferner teilte Dieker mit, dass im Ort die ersten LED-Straßenlampen installiert seien. Er regte eine jährliche „Seniorenfahrt“ für die Kommune an.

Regelrecht angefressen nahmen die Ratsvertreter das Verhalten der Verkehrskommission des Landkreises ins Visier. Seit längerer Zeit mahne man eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h oder die Versetzung der Ortseingangstafel an der Andruper Straße in Richtung Haselünne an. Dort werde wie verrückt gerast, hieß es erneut. Vorgeworfen wurde der Kommission, dass trotz Bitten der Gemeinde kein Vertreter der Verwaltung oder des Rates über den Besuch der Kommission, die sich bis heute nicht gemeldet habe, informiert gewesen sei. Man hätte gern die eigene Position erläutert.


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