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19.09.2014, 17:56 Uhr SCHULPOLITIK IN HERZLAKE

Zu den Zwergschulen: Keine dauerhafte Lösung

Kommentar von Tim Gallandi

Die Herzlaker Grundschule St. Nikolaus ist in Sachen Schülerzahlen noch relativ gut aufgestellt. Foto: Anika FrankeDie Herzlaker Grundschule St. Nikolaus ist in Sachen Schülerzahlen noch relativ gut aufgestellt. Foto: Anika Franke

Herzlake. Die Samtgemeinde Herzlake soll nach dem Willen des Schulausschusses an der Struktur der Grundschulen festhalten. Ohne einen Plan B parat zu haben, wäre das jedoch fatal.

Es ist fraglich, ob die Samtgemeinde Herzlake angesichts sinkender Schülerzahlen langfristig an allen Grundschulstandorten festhalten kann. Bei allem Verständnis für die Eltern, die ihren Kindern keinen allzu weiten Schulweg zumuten wollen, bei allem Engagement der Lehrer, die jahrgangsübergreifend Kombiklassen unterrichten: Eine dauerhafte Lösung kann das nicht sein.

Fallen an einer dieser Zwergschulen ein oder mehrere Lehrer länger aus, wird es problematisch. Denn kurzfristiger Ersatz ist nur schwer zu bekommen. Das wissen auch die Herzlaker Schulpolitiker, die nun eine Resolution ans Kultusministerium auf den Weg bringen wollen. Davon mag eine Signalwirkung ausgehen; ob die Landespolitik aber gleich Handlungsbedarf sieht, ist längst nicht garantiert.

Insofern wäre es für Herzlake ratsam, doch einen Plan B – und der hieße: Schulzusammenlegungen – vorzubereiten. Nur nach der Devise „Weiter so“ zu verfahren wäre zu kurzsichtig.


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