Querschnitt durchs Kunstschaffen Ausstellung zum Kulturdorf im Herzlaker Rathaus

Insgesamt sind in der Ausstellung „Das Kulturdorf Ahmsen 2014“ zehn Künstler, vom Fotografen bis zum Kunstdrechsler, mit ihren Exponaten bis zum 22. Mai im Rathaus Herzlake vertreten. Foto: DiersInsgesamt sind in der Ausstellung „Das Kulturdorf Ahmsen 2014“ zehn Künstler, vom Fotografen bis zum Kunstdrechsler, mit ihren Exponaten bis zum 22. Mai im Rathaus Herzlake vertreten. Foto: Diers

Herzlake. Neun Maler, Keramiker und Bildhauer sowie ein Fotograf, die ihre Arbeiten nicht in der Dauerausstellung „Das Kulturdorf Ahmsen 2014“ an der Waldbühne präsentieren können, zeigen bis zum 22. Mai im Herzlaker Rathaus eine Auswahl von Exponaten aus ihrem künstlerischen Schaffen.

Die Vernissage selbst wurde bereits zu einem Kunstgenuss. Zu dieser konnte Herzlakes Samtgemeindebürgermeister Ludwig Pleus nicht nur Freunde der Künstler und Interessierte aus Herzlake und Umgebung begrüßen, sondern auch ein musikalisches Trio. „Es ist erfreulich, welch große Schar von Kunstinteressierten in unserer Samtgemeinde wohnen“, sagte Pleus.

Sein Dank galt später dem erwähnten Trio, das mit einem kleinen Konzert den musikalischen Rahmen der Vernissage gestaltete. Was Tessie Stade (Violoncello), Elisabeth Schramm (Klavier) und Annemarie Bothe (Querflöte) zu Gehör brachten, forderte von den Zuhörern lang anhaltenden Beifall ein.

In der Ausstellung vertreten Almut Lembeck aus Sögel, Mariana Ney aus Lähden, Manfred Petzuch aus Twist, Heidi Obler-Neugebauer aus Ahmsen und Gisela Hövelmann aus Papenburg die Sparte Malerei. Die Niederländerin Ginie Koolen aus Nordhorn, Margret Todt aus Meppen und Simone Schleicher aus Menslage präsentieren Skulpturen und Keramiken.

Josef Möhlenkamp wiederum ist mit großformatigen Schwarz-Weiß-Fotos von kulturellen Aktivitäten in der Samtgemeinde Herzlake beteiligt, während Roman Dörholt aus Hoogersmilde in den Niederlanden – geboren ist er 1958 im Saarland – die Sparte Kunstdrechseln vertritt. Oft war Josef Möhlenkamp in der jährlichen Ausstellung der einzige männliche Part. In diesem Jahr sind gleich drei Künstler in der Ausstellung dabei. Der Lähdener sieht die Fotografie als seine Ausdrucksform an, sich und die Art und Weise, wie er die Welt sieht, anderen mitzuteilen. Margret Todt widmet sich seit vielen Jahren intensiv der Keramikkunst und bevorzugt dabei die Aufbaukeramik. Die Meppenerin arbeitet in Erd-, Raku- und Glasurbrand. Simone Schleicher führt die Artlandtöpferei in Menslage und widmet sich vorwiegend der Herstellung von Objekten für den Garten, gefertigt aus strukturierten, keramischen Platten.

Für die Architektin Gisela Hövelmann ist die Malerei „ein Akt des Erschaffens in der Auseinandersetzung mit den ursprünglichen Kräften der Natur“. Feuer, Wasser, Erde und Luft prägen häufig ihre Bilder. Manfred Petzuch, Mitglied des Meppener Kunstkreises, nennt die Malerei „mein Hobby“, mit der er sich seit seiner Kindheit – Petzuch ist heute 70 Jahre alt – der Umwelt mitteilen möchte.

1959 in Namibia geboren, lebt Mariana Ney seit 1990 in Deutschland, seit 2012 in Lähden. Bescheiden sagt sie über ihre Arbeit: „Ich kann nicht sagen, dass ich eine Künstlerin bin. Ich male nur sehr gerne.“ Das tut auch Almut Lembeck gern. Ihre vielfältigen, mal farbenfrohen, mal aquarellhaft anmutenden Bilder waren schon in verschiedenen Ausstellungen zu betrachten. Heidi Obler-Neugebauer gestaltet seit 1970 Keramiken und Bilder und ist in vielen regionalen Ausstellungen präsent. Gegenwärtig bevorzugt sie den abstrahierenden Stil.


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