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„Viele unter Armutsgrenze“ Drei Hümmlinger engagieren sich in Russland und Uganda

Von Willi Rave

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Lähden-Ahmsen. Wenn das Gespräch auf ihren ehrenamtlichen Einsatz für hilfsbedürftige Menschen in Uganda bzw. Russland kommt, formulieren die Hümmlinger Bernd Rickermann , Ludwig Wilkens und Hermann Egbers unabhängig voneinander einen Satz: „Wer diese Not einmal gesehen hat, muss und wird handeln.“

Für den 64-jährigen Maschinenbaumeister Bernd Rickermann aus Ahmsen und der Loruper Ludwig Wilkens wissen, wovon sie reden, wenn sie über die Lebensbedingungen der Menschen in Unganda berichten. Beide kennen die Verhältnisse in der Ortschaft Kabango aus eigener Anschauung. „Ich hatte mir Vorstellungen gemacht, aber dass Menschen in derart armen Verhältnissen leben müssen, hätte ich mir nicht ausmalen können“, sagt Ludwig Wilkens. Es sei vor allem das schlechte Trinkwasser, das dafür verantwortlich ist, dass jedes vierte Kind das vierte Lebensjahr nicht erreicht. „Die meisten Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Ein Haushalt muss mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. Zudem gibt es ein hohes Analphabetentum von 42 Prozent. Die Bevölkerung weist ein Durchschnittsalter von 18 bis 19 Jahre aus“, erklärt Bernd Rickermann.

Über die Kolpingsfamilie St. Michael Papenburg und die in der Kanalstadt ansässige Stiftung „Klima schützen - damit Kinder leben können“, die sich insbesondere in den Distrikten Hoima und Masindi in Uganda engagiert und mit der Aktion Sternsinger zusammenarbeitet, haben sich die beiden Hümmlinger zur Aufgabe gemacht, zunächst unter anderem die Wasserversorgung zu verbessern und sich für die Renovierung des bestehenden Schulgebäudes sowie für den Bau einer neuen Unterrichtsstätte einzusetzen. „Das derzeitige Schulhaus hat kein Dach, und die Kinder, die bis zu acht Kilometer lange Schulwege zu Fuß zurück legen müssen, sitzen während des Unterrichts auf dem Sandfußboden“, berichtet Rickermann. Mehr dazu lesen Sie am Montag in Ihrer Tageszeitung.


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