Leader-Projekt erfolgreich abgeschlossen Ein offenes Haus der Bildung und Begegnung in Ahmsen geschaffen

Von pm

Bei der Besichtigung des Jugendklosters: Ralph Deitermann (Regionalmanagement LAG Hümmling), Alexander Kunz (Regionalmanagement LAG Hasetal), Martin Schomaker, Martina Cordes (beide: Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems), Michael Engbers (Jugendkloster Ahmsen), Andre Backers (Bauleiter des Stephanswerks), Annette Morthorst (Regionalmanagement LAG Hasetal), Christian Thien (Jugendkloster Ahmsen).Bei der Besichtigung des Jugendklosters: Ralph Deitermann (Regionalmanagement LAG Hümmling), Alexander Kunz (Regionalmanagement LAG Hasetal), Martin Schomaker, Martina Cordes (beide: Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems), Michael Engbers (Jugendkloster Ahmsen), Andre Backers (Bauleiter des Stephanswerks), Annette Morthorst (Regionalmanagement LAG Hasetal), Christian Thien (Jugendkloster Ahmsen).

Lähden. Zu Beginn des Jahres öffnete das Jugendkloster seine Türen. Aus dem ehemaligen Maristenkloster und Exerzitienhaus war nun ein Bildungs- und Begegnungshaus unter der Trägerschaft des Vereins „Marstall Clemenswerth und Jugendkloster Ahmsen“ geworden. Der Verein stand vor der Herausforderung, die Bettenzahl aufzustocken und einen weiteren Tagungsraum zu schaffen.

Die Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth hatte sich seit 2017 darauf vorbereitet, den idyllisch gelegenen Ort in Ahmsen zukünftig als offenes Haus der Bildung und Begegnung zu betreiben. Schnell sei damals klar geworden, dass das Haus nur in zweizügiger Belegung für den Verein sinnvoll und nachhaltig betrieben werden könnte, so Bildungsreferent Michael Engbers. 

Die Bettenzahl konnte mit den vorhandenen Räumen und kleineren Umbauarbeiten im Hauptgebäude problemlos erreicht werden. Der zweite große Tagungsraum, der mindestens 30 Personen fassen können musste, stellte aber eine größere Herausforderung dar. Zudem sollte eine Selbstversorgerküche erstellt werden, damit eine weitere Belegungsform angeboten werden konnte.  

Fördermöglichkeiten für den Anbau

Christian Thien erläutert: „2017 standen wir vor der Frage, ob es möglich ist, in dem vorhanden Gebäudebestand einen solchen Tagungsraum zu schaffen. Für die Selbstversorgerküche hatten wir bereits einen Ort gefunden. Nach einigen Begehungen und Gesprächen war aber klar, dass es im bestehenden Gebäudebestand keine sinnvolle Lösung geben kann. Wir haben uns dann auf die Suche nach Fördermöglichkeiten gemacht, um einen Anbau zu finanzieren. Nach guten Gesprächen konnte Unterstützung aus der Gemeinde Lähden, der Samtgemeinde Herzlake, dem Landkreis Emsland und dem Bistum Osnabrück gewonnen werden. Die Gespräche mit den Regionalmanagern der Leader-Regionen Hasetal und Hümmling brachten dann den Durchbruch mit der Idee, einen Leader-Antrag zur stellen und auf die Förderung aus europäischen Fördermitteln zu setzen. Letztlich hat uns dies erst den Anbau ermöglicht.“

Leader ist ein Maßnahmenprogramm der Europäischen Union zur Förderung der ländlichen Räume. Die Förderungen werden vergeben durch Lokale Aktionsgruppen (LAG), in diesem Fall durch eine Kooperation der LAG Hümmling und Hasetal. Das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) prüft die Antragstellung und Verwendung der Förderung. Die Vertreter waren nun vor Ort und konnten sich ein Bild von den investierten Fördermitteln machen. Michael Engbers berichtete über den Betrieb in den vergangenen Monaten: „Der Tagungsraum wird bereits rege genutzt, die Auslastung gestaltet sich sehr positiv. Die Gruppen fühlen sich in dem lichtdurchfluteten Raum sehr wohl und schätzen die Barrierefreiheit zum Garten hin. Und auch die Selbstversorgerküche wird gut genutzt, für die weitere Belegungsform der Selbstversorgung, aber auch für neue Veranstaltungsformate, wie die generationsübergreifende Weitergabe von Wissen in der Küche durch gemeinsames Kochen.“ 

„Es ist als sehr positiv zu beschreiben, wie sinnvoll die diversen Fördermittel hier verbaut und nachhaltig eingesetzt wurden. Das Jugendkloster ist und kann in Zukunft noch stärker eine feste Säule in der Bildungslandschaft unserer ländlichen Region sein,“ sagte Martina Cordes vom ArL. 

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