25 Jahre Engagement Organistin aus Lähden-Holte begleitet Gottesdienste seit Kindertagen

Kathrin Hegger (von links, Pfarrgemeinderat), Stephanie Winkler (Pfarrgemeinderat) und Melanie Wolters (rechts) dankten Ursula Möhlmann. Foto: Martin ReinholzKathrin Hegger (von links, Pfarrgemeinderat), Stephanie Winkler (Pfarrgemeinderat) und Melanie Wolters (rechts) dankten Ursula Möhlmann. Foto: Martin Reinholz

Lähden. Die Kirchengemeinde St. Clemens Holte in der Pfarreiengemeinschaft Miteinander hat ihre langjährige Organistin Ursula Möhlmann verabschiedet. Während eines Festhochamtes dankte Pfarrer Andreas Bleise der scheidenden Organistin für ihren Dienst.

„Musik ist nicht unerheblich in der Begegnung mit Gott“, meinte Pfarrer Andreas Bleise in seiner Predigt. Musik sei ein „Hinweg zur Spiritualität“, bringe Menschen zum Schweben und sei der „rote Faden auf den Weg zu Gott“. Ferner könne Musik heilen, sei therapeutisch und „führt uns zum Heiland“, führte Bleise weiter aus.

„Ein Organist ist der Taktgeber der Gemeinde“, meinte Bleise. So war Ursula Möhlmann Taktgeberin in der Holter Kirche, die die Gemeinde mitgenommen hätte zum Singen. „Und Singen ist doppeltes Beten“, lobte Bleise die Arbeit Möhlmanns. Bleise dankte Ursula Möhlmann für ihren über 25-jährigen Dienst in der Kirche. Als Nachfolgerin für Möhlmann stellte Andreas Bleise Daniela Wessels vor.

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Projektchor der Holter Kirchengemeinde begleitet. Für Ursula Möhlmann haben die Sängerinnen eigens das Lied „Wie oft“ von Werner Arthur Hoffmann umgedichtet: „Wie oft hast du Musik gemacht, Orgel gespielt mit so viel Klang für die Gemeinde hier im Ort jeden Sonntag immerfort“, hieß es dann.

Musikalisch wurde der Festgottesdienst vom Projektchor gestaltet. Foto: Martin Reinholz

Melanie Wolters vom Holter Pfarrgemeinderat verlas einen Brief des Bischöflichen Beauftragten für Kirchenmusik im Bistum Osnabrück, Pfarrer Franz-Josef Rahe. In dem Schreiben dankt Rahe Ursula Möhlmann für den „langjährigen zuverlässigen Dienst als Organistin“. Er drückte ihr „Respekt, Hochachtung und Dankbarkeit“ aus.

Ferner überreichte Wolters Ursula Möhlmann ein Abschiedsgeschenk. Die Pfarrgemeinde sei einerseits traurig, dass Ursula Möhlmann aufhöre, andererseits aber froh, dass sie der Gemeinde so lange treu war. „Du kennst die Orgel und auch uns Kirchgänger und hast immer den richtigen Ton getroffen“, fügte Melanie Wolters hinzu.

Spalier standen die Kirchenbesucher im Anschluss des Festgottesdienstes für Ursula Möhlmann. Fotos: Martin Reinholz

Beim anschließenden Empfang im Pfarrheim der Kirchengemeinde unternahmen die Gäste den Versuch, genau zu ermitteln, wie lange Ursula Möhlmann bereits Organistin war. „Ich habe erstmalig am Fest der Heiligen Familie in der Weihnachtszeit noch als Schulkind einen Gottesdienst an der Orgel begleitet“, beschreibt die 39-jährige ihre Erinnerung. In welchen Jahr dies war, weiß Ursula Möhlmann nicht mehr genau. Aber einig waren sich alle, dass dies bestimmt schon über 25 Jahre her ist.


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