Sanierung liegt im Zeitplan Bauarbeiten an der L 55 in Herzlake schreiten voran

Von pm

Die Arbeiten an der Hasebrücke in Herzlake liegen nach Angaben der Verwaltung im Zeitplan. Foto: Gemeinde HerzlakeDie Arbeiten an der Hasebrücke in Herzlake liegen nach Angaben der Verwaltung im Zeitplan. Foto: Gemeinde Herzlake

Herzlake. Gemeinsam haben Vertreter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lingen, und der Gemeinde Herzlake sowie des Handel- und Gewerbevereins (HGV) Herzlake den Baufortschritt der Sanierung der Landesstraße 55 besprochen.

Die Sanierungsarbeiten laufen seit Anfang Mai 2019. Zunächst wurde der Abschnitt zwischen Dohren und Herzlake in mehreren Teilabschnitten saniert und ist bereits wieder befahrbar. Derzeit laufen die Arbeiten in der Ortsdurchfahrt Herzlake von Felsen kommend bis zur Hasebrücke - sowie die Sanierung der Hasebrücke selbst.

Anders als ursprünglich geplant sind auf Wunsch der Anlieger die Bauabschnitte an der Zuckerstraße zwischen Grafelder Straße und Hasebrücke zu einem Bauabschnitt zusammengelegt worden, schreibt die Gemeinde Herzlake in einer Pressemitteilung. Während der Bauarbeiten wurde festgestellt, dass der Unterbau der Straße mit moorigem Boden versetzt war. Das führte dazu, dass der Boden bedeutend tiefer ausgekoffert werden musste als zunächst vorgesehen. Dennoch konnte der Zeitplan für diesen Bereich eingehalten werden; die Bauarbeiten hier sollen nun in der 34. Kalenderwoche (19. bis 23. August) abgeschlossen werden. Die Zuckerstraße ist dann bis zur Hasestraße/Uferstraße befahrbar.

Einseitiger Ausbau nicht möglich

Unmittelbar danach wird die Zuckerstraße nördlich der Hasebrücke bis zur Löninger Straße saniert. Dieser Bereich konnte nicht zeitgleich mit der Brücke und dem südlichen Teil der Zuckerstraße in Angriff genommen werden, weil über diesen Weg die Baumaterial-Anlieferung sowie der Abtransport des Abbruchmaterials für die Hasebrücke erfolgen musste. Dieser Bereich wird in einem Bauabschnitt saniert und vollständig für den Verkehr gesperrt.

Ein von der Gemeinde und der Straßenbauverwaltung favorisierter einseitiger Ausbau mit Ampelschaltung "ist aufgrund der nötigen Bautiefen nach eingehender technischer Prüfung leider nicht möglich", heißt es in der Mitteilung. "Die Gemeinde Herzlake weist darauf hin, dass das Rathaus, die Geldinstitute und die Einzelhandelsgeschäfte nördlich der Hasebrücke über den Neuen Markt zu erreichen sind." Die Parkplätze vor diesen Geschäften und Geldinstituten sind über die Zufahrt an der Haselünner Straße (gegenüber Geschäft Henkel) zu erreichen."

Freigabe Ende September

Auch die Straße Im Mersch kann während der Sanierung nicht von der Zuckerstraße angefahren werden. Alle Anlieger der dortigen Wohnhäuser sowie Nutzer der Sportanlagen des VfL Herzlake, des Reit- und Fahrvereins sowie des Schützenvereins werden gebeten, über die Löninger Straße und Waldstraße auszuweichen.

Die Arbeiten an der Brücke sind laut Gemeinde im Zeitplan, die eigentlichen Brückenbauarbeiten sollen bis Ende August abgeschlossen sein. "Jedoch ist die Brücke aufgrund der zu schaffenden Anbindung an den Straßenbaukörper und den erforderlichen Asphaltierungsarbeiten auf dem Brückenbauwerk noch bis Ende September nicht befahrbar." Bei den Anbindungen sind tiefgründige Bodenarbeiten erforderlich. Mit den parallelen Arbeiten an der Brücke, den Anbindungen und der Zuckerstraße nördlich der Brücke soll weitere Bauzeit eingespart werden. Daher sei ein späterer separater Ausbau dieses Bereichs nicht sinnvoll, da eine erneute, längere Sperrung der Straße erforderlich wäre. Die endgültige Freigabe und Befahrbarkeit der Zuckerstraße und der Hasebrücke ist Ende September geplant.

Mit besagtem Parallelausbau - durch die Zusammenlegung der Bauzeitenfenster im südlichen Teil der Zuckerstraße und der Verschiebung des Ausbaus nördlich der Löninger Straße - konnte erreicht werden, dass die Trennung der Herzlaker Zentrums letztlich um rund einen Monat verkürzt wird. Nach ursprünglicher Bauzeitenplanung wäre eine Durchfahrt erst ab dem 31. Oktober 2019 wieder möglich gewesen.

Weitere Verkehrsplanung

"Hierfür sprach Bürgermeister Bösken der Straßenbauverwaltung seinen Dank aus", heißt es. Hans Bösken dankte auch allen Einwohnern und Geschäftsleuten in Herzlake, die infolge der Sanierung erhebliche Einschränkungen im Alltag und im Geschäftsleben hinnehmen mussten. Zwar sei die Baumaßnahme noch nicht abgeschlossen; mit den genannten Änderungen seien diese Einschränkungen im Ortskern aber deutlich minimiert worden.

Auch in anderen Bereichen der Verkehrsplanung, wie der von Anwohnern geforderten Ampelanlage in der Ortschaft Felsen, bei der Sanierung der Grafelder Straße oder der Straße Aselage (L 102) bleibt die Gemeinde Herzlake aktiv. Auf Initiative der Gemeinde werden an der L 102 zwischen Aselage und Börstel durch das Straßenbauamt seit dieser Woche Bodenproben zur Untersuchung des Untergrunds genommen, um dann in eine weitere Sanierungsplanung einzusteigen.


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