Gelände wird auf Altlasten geprüft Raiffeisenmarkt-Abriss in Lähden verzögert sich

Die alten Raiffeisen-Gebäude in Lähden sollen abgerissen werden. Wann dies passiert, ist weiterhin unklar. Foto: Tim GallandiDie alten Raiffeisen-Gebäude in Lähden sollen abgerissen werden. Wann dies passiert, ist weiterhin unklar. Foto: Tim Gallandi

Lähden. Der Abbruch der früheren Gebäude der Raiffeisen-Genossenschaft in der Ortsmitte von Lähden lässt auf sich warten. Das Gelände soll zuvor auf Altlasten geprüft werden.

Wann die Arbeiten beginnen können, stehe noch nicht fest, sagte Lähdens Gemeindedirektor Ludwig Pleus auf Anfrage unserer Redaktion. Das Vorhaben gestalte sich komplizierter als zunächst erwartet. Ursache sei, dass sich im Boden des ehemaligen Raiffeisen-Geländes Altlasten befinden könnten. „Dort sind unter anderem Düngemittel und Spritzmittel gelagert worden“, erklärte Pleus. Bodenproben, die in Vorbereitung des Abrisses gezogen worden seien, hätten den Verdacht hervorgerufen.

Begleitung durch Gutachter

Daher wolle man auf Nummer sicher gehen, und der Abbruch müsse von einem Gutachter begleitet werden. „Das Ganze geht seinen Weg. Der Abriss wird so schnell wie möglich passieren, aber wir müssen es vernünftig und sauber abarbeiten, damit das Gelände altlastenfrei ist“, so der Verwaltungschef.

Der Betrieb in der Genossenschaft im Ortskern war im vergangenen Jahr eingestellt worden, weil die Raiffeisen Ems-Vechte ihre Aktivitäten in der Gemeinde Lähden an einem neuen Standort im Gewerbegebiet Süd bündelte. Die Kommune kaufte das alte Grundstück und sucht nach einer Nachfolgenutzung.

Die alten Raiffeisen-Gebäude in Lähden sollen abgerissen werden. Wann dies passiert, ist weiterhin unklar. Foto: Tim Gallandi

Unmittelbar neben dem inzwischen nicht mehr genutzten Areal liegt der Lähdener Hof, der zurzeit in ein Zentrum für ganzheitliche Gesundheit umgebaut wird (wir berichteten). Inhaberin Christa Gödiker, die die Eröffnung für Ende April, Anfang Mai anpeilt, äußerte sich gegenüber unserer Redaktion besorgt über die bevorstehenden Abrissarbeiten in direkter Nachbarschaft. Diese würden, so befürchtet sie, „massiv mit Lärm, Erschütterungen, Schmutz, Staub, schwerem Arbeitsgerät und Lkw-Verkehr einhergehen. Dies ist für das neue Gesundheitszentrum ziemlich relevant oder gegebenenfalls sogar existenziell.“ Erfolge der Abriss nicht rechtzeitig vor dem Start des Zentrums, könnten „die Beeinträchtigungen und Schäden am aufwendig sanierten Gebäude sowie für die Patienten und Gäste erheblich sein“, so Gödiker.

In ein Gesundheitszentrum lässt Christa Gödiker, hier mit Architekt Ulrich Schumacher, das ehemalige Gasthaus "Lähdener Hof" direkt neben dem früheren Raiffeisen-Gelände umbauen. Foto: Tim Gallandi

„Wir können es nicht ändern“, sagte Pleus. Der Gemeindedirektor bescheinigte dem Abrissunternehmen die nötige Kompetenz, um das Vorhaben ohne Beeinträchtigungen umzusetzen, zumal es sich um verhältnismäßig kleine Gebäude handele.



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