Weitere Investitionen Waldbühne Ahmsen blickt auf erfolgreiches Jahr zurück

Von Martin Reinholz

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Ehrungen bei der Waldbühne Ahmsen: Stefan Hackmann (von links), Else Korbicki, Ralf Quappen, Ulrike Kleene, Daniel Lüken, Irmgard Lager, Stefan Hackmann, Sarah Cordes, Josef Lübken und Josef Meyer. Foto: Martin ReinholzEhrungen bei der Waldbühne Ahmsen: Stefan Hackmann (von links), Else Korbicki, Ralf Quappen, Ulrike Kleene, Daniel Lüken, Irmgard Lager, Stefan Hackmann, Sarah Cordes, Josef Lübken und Josef Meyer. Foto: Martin Reinholz

Lähden. Die Mitglieder der Waldbühne Ahmsen haben während der Generalversammlung Rückschau auf einen erfolgreichen 70. Spielsommer gehalten. Acht Bühnenmitglieder wurden für 25-, 40- und 50-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Vorsitzender Josef Meyer äußerte „großen Respekt“ für alle Vereinsmitglieder und betonte, dass die Waldbühne Ahmsen auch trotz großer Investitionen ins Bühnengelände im abgelaufenen Jahr „finanziell gesund“ sei und gut da stehe.

Mit über 41.000 Zuschauern war der 70. Spielsommer der Waldbühne wieder ein „erfolgreiches Jahr“, bilanzierte Meyer. Dies sei dank einer „intakten Spielschar“ und eines „gesamten stimmigen Umfeldes“, bestehend aus Helfern, Sponsoren und Unterstützern möglich. „Ich habe großen Respekt vor euch allen“, lobte der Vorsitzende seinen Verein.

130000 Euro aus Eigenmitteln

Ebenfalls wurde 2018 „gewaltig investiert“ stellte er fest. Der Eingangsbereich mit dem Verkaufsstand wurde für 130000 Euro aus Eigenmitteln des Vereins neu gestaltet. Der Verbindungsweg vom Eingang bis zum Spielerheim wurde für 9000 Euro mit einer neuen Beleuchtung versehen. „Hier bekamen wir 8.500 Euro an finanzieller Unterstützung vom Förderverein.“

In diesem Jahr soll in das Spielerheim investiert werden, beschloss die Generalversammlung. Das bisherige Obergeschoss, in dem sich die Umkleideräume für die Spieler befinden, soll so ausgebaut werden, dass die Dachschrägen verschwinden und mehr Platz entsteht. Nach ersten Berechnungen würden die Kosten für die Maßnahme etwa 25.000 Euro betragen, rechnete Meyer vor.

Spitzenplätze im Zuschauerranking

Einen umfassenden Jahresrückblick gab Schriftführerin Lena Siemer. Mit dem Stück „Don Camilo“ und dem Familienmusical „Die kleine Hexe“ erreichte die Waldbühne Ahmsen im vergangenen Spielsommer Spitzenplätze im Zuschauerranking im Vergleich zu anderen Freilichttheatern. Mit insgesamt über 41.000 Zuschauern liege man im norddeutschen Raum auf Platz zwei und deutschlandweit auf Rang drei der Bühnen im Bezug auf die Zuschauerzahlen.

Aufgrund des heißen Sommers war bei den einzelnen Aufführungen die Freiwillige Feuerwehr Holte mit einer Brandwache und ein Team des DRK Herzlake im Rahmen der Sanitärbereitschaft vor Ort. Siemer dankte den Helfern für ihren Einsatz.

Neben den über 30 Aufführungen beider Theaterstücke fanden auf dem Gelände der Waldbühne das Kunstforum Ahmsen, das Anradeln im Emsland, der Pfingstgottesdienst und der Firmgottesdienst des Pfarreienverbunds Miteinander, die Schlussziehung der Emslandsporttombola, das Afrika-Fest, die Tributeshow „Michael Jackson Forever“, die Musical-Night und ein Gastspiel von Schülern des Matthias-Claudius Gymnasiums in Gehrden statt.

Fortbildungen

Mehrere Mitglieder der Waldbühne nahmen 2018 an Fortbildungen im Bereich der Sprachausbildung, Tanzen und Schminken teil. In diesem Jahr ist der Start einer Kooperation zwischen der Waldbühne und dem Jugendkloster Ahmsen vorgesehen. Dabei werden Gäste des Jugendklosters Gelegenheit haben, die Waldbühne zu nutzen. Im Gegenzug, so Lena Siemer, bestehe für Gäste der Waldbühne Gelegenheit, im Jugendkloster zu übernachten.

Für 25-jährige Zugehörigkeit wurden Else Korbicki, Ulrike Kleene, Ralf Quappen, Stefan Hackmann und Daniel Lüken geehrt. Josef Lübken ist seit 40 Jahren Mitglied der Waldbühne Ahmsen. Bereits 50 Jahre sind Irmgard Lager und Wilfried Lau bei der Waldbühne aktiv. Beide begannen einstmals als Darsteller, erläuterte Vorsitzender Meyer. Während Irmgard Lager seit Jahrzehnten die Küche im Spielerheim betreut und hin und wieder einmal mitspielte, ist Wilfried Lau für die Technik verantwortlich. Alle Geehrten erhielten Gutscheine, Ehrennadeln und Urkunden. Die große Zahl der Geehrten und die lange Treue der Mitglieder zur Waldbühne zeige, dass Ahmsen eine „Waldbühne für alle Generationen“ ist, meinte Meyer.

Lähdens Bürgermeister Franz Strüwing dankte der Waldbühne Ahmsen für die erfolgreiche Arbeit. Besonders lobte er den Einsatz für Kinder und Jugendliche. Diese lernten dabei nicht nur das Theaterspielen, sondern auch eine „besondere soziale Kompetenz“.

Ordner gesucht

Der Verein sucht für diesen Spielsommer noch Ordner für den Parkplatzbereich vor der Waldbühne und während der Aufführungen im Zuschauerraum. Am 10. März findet im Spielerheim ein Klön- und Erinnerungsnachmittag statt. Dazu sind vor allem ältere und ehemalige Mitglieder geladen, die etwas aus der Vergangenheit der Waldbühne erzählen können. Anmeldungen sind bis zum 28. Februar in der Geschäftsstelle der Waldbühne unter Telefon 05964/1027 möglich.

Mit insgesamt bislang 13000 Anmeldungen für die diesjährigen Stücke „Anatevka“ und „Heidi“ könne die Waldbühne Ahmsen erwartungsvoll in die neue Saison starten, meinte Josef Meyer abschließend.


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