Spende an vier Einrichtungen Lähdener fährt 2000 Kilometer mit dem Rad

Von Martin Reinholz

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Bei der Spendenübergabe in Haselünne: Maria Jahn (von links), Alfons Holte (beide Tafel Meppen), Gerd Schoon (Tafel Haselünne), Ralf Schulte, Kerstin Bloms (Hospizverein Meppen) und Julia Kuhlmann (Flugkraft). Foto: Martin ReinholzBei der Spendenübergabe in Haselünne: Maria Jahn (von links), Alfons Holte (beide Tafel Meppen), Gerd Schoon (Tafel Haselünne), Ralf Schulte, Kerstin Bloms (Hospizverein Meppen) und Julia Kuhlmann (Flugkraft). Foto: Martin Reinholz

Haselünne. Der Bauunternehmer Ralf Schulte hat 2000 Euro an die Tafeln in Meppen und Haselünne, die Hospizhilfe in Meppen und die Gesellschaft Flugkraft in Rhauderfehn gespendet. Er koppelte dies an die 2000 Kilometer, die er binnen drei Monaten mit dem Rad gefahren war.

Eine Wette mit seiner 17-jährigen Tochter Leonie war der auschlaggebende Moment für diese Aktion. Leonie meinte, ihr Vater könne doch mal mit dem Rad bis ins französische Nizza an der Cote d‘Azur fahren. Da eine Radtour dorthin annähernd 90 Stunden reine Fahrzeit benötigen würde, einigte sich Ralf Schulte mit seiner Tochter, im Zeitraum von drei Monaten insgesamt 2000 Kilometer mit dem Rad zurückzulegen.

„Damit das alles einen Sinn ergibt“, sagte Ralf Schulte bei der Spendenübergabe, „habe ich beschlossen, je gefahrenen Kilometer einen Euro für einen guten Zweck zu spenden.“ Nachdem das Soll erfüllt war, wurde über Facebook ein Aufruf gestartet, Vorschläge für die Verwendung der Spendengelder zu machen. „Es kamen zahlreiche Vorschläge herein“, erklärte Andrea Wemhoff, Mitarbeiterin bei der Firma Schulte. Schließlich wurden die vier Spendenempfänger ausgewählt.

Inneren Schweinehund überwunden

„Wenn man nach einer gewissen Zeit erst einmal den inneren Schweinehund überwunden hat, eröffnen sich ganz neue Sichtweisen“, berichtete Ralf Schulte. Der Lähdener fuhr fast jeden Morgen mit dem Rad nach Haselünne ins Büro. „Es ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern ich habe auch viel am Rande der Radrouten gesehen“, gestand der Bauunternehmer.

Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten habe das Radfahren schließlich „richtig Laune gemacht“, sagte Schulte und fügte noch eine interessante Begegnung hinzu. Als er anfangs mit dem Rad zu Hause startete, habe jemand frühmorgens ihm nur schmunzelnd zugerufen: „Na, Führerschein weg!?“

Für karitative Zwecke

Im Rahmen einer Feierstunde im Büro des Haselünner Bauunternehmens übergab Schulte je 500 Euro an die karitativen Einrichtungen. Die Vertreter der spendenempfangenden Vereine und Gruppen erläuterten die Nutzung der Zuwendungen. Die Tafeln in Meppen und Haselünne wollen das Geld vor allem für die Abdeckung der laufenden Betriebskosten nutzen. Maria Jahn und Alfons Holt von der Tafel in Meppen erwähnten zudem noch zusätzliche Kosten durch den Umzug des Tafel-Standorts in den Heideweg. Gerd Schoon von der Tafel Haselünne erklärte, dass das Geld für Diesel und Kühlkapazitäten genutzt werde.

Kerstin Bloms verwies auf die neuen Räume der Meppener Hospizhilfe am Domhof und dadurch entstehende Kosten. Der Verein begleite ehrenamtlich sowohl Kinder als auch Familien in Trauerfällen. Julia Kuhlmann von der gemeinnützigen Gesellschaft Flugkraft beschrieb ihre Arbeit: Flugkraft unterstützt Familien von Krebskranken in nahezu allen Lebenslagen. Oftmals werde schnell und unbürokratisch „schnelle und erste Hilfe“ angeboten, erklärte Kuhlmann.


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