Jahrelange Leiterin Johanna Merkt verlässt das Exerzitienhaus Ahmsen

Von Martin Reinholz

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Lähden. Mit einem Festgottesdienst hat die Pfarreiengemeinschaft Miteinander, zu der die Kirchengemeinden Ahmsen, Holte-Lastrup, Lähden, Lahn, Vinnen und Wachtum gehören, die jahrelange Leiterin des „Hauses der Begegnung“, Johanna Merkt, in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig endet die Betreuung des Hauses durch die Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL), einer Laienorganisation innerhalb der katholischen Kirche.

„Danke für den kostbaren Dienst“, sagte der Osnabrücker Domkapitular Alfons Strodt während des Gottesdienstes, an dem neben den Mitarbeitern des Exerzitienhauses auch Wegbegleiter, Freunde von Johanna Merkt und Vertreter des GCL teilnahmen. Merkt habe als „Pionierin fruchtbare Arbeit in Ahmsen“ geleistet, sagte Strodt. Das Haus der Begegnung sei zu einer „spirituellen Tankstelle“ geworden, meinte der Domkapitular. Mit ihrer „klaren, entschiedenen aber auch eigensinnigen Art“ habe Merkt in Ahmsen eine gute Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Verbänden gepflegt. Ausdrücklich übermittelte der Domkapitular den Dank des Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode.

Abschied der GCL

„Das Projekt Exerzitienhaus ist gelungen“, meinte die Nationalreferentin des GCL, Daniela Frank. Johanna Merkt habe den „Geist des Hauses“ in Ahmsen gestaltet und „war hier verortet“, sagte Frank. Gleichzeitig teilte Daniela Frank mit, dass die Verabschiedung Merkts in den Ruhestand auch gleichzeitig der Abschied der GCL aus Ahmsen sei. Frank dankte abschließend dem Bistum Osnabrück für die Kooperation und gute Zusammenarbeit. Das Kloster Ahmsen wird ab 2019 als „Jugendkloster Ahmsen“ ein Bildungs- und Begegnungshaus unter der Leitung des Sögeler Marstall Clemenswerth.

Den „Dank für die Wertschätzung der Mitarbeiter“, drückte Maria Huesmann im Namen der Beschäftigten des Hauses der Begegnung gegenüber Johanna Merkt aus. „Es verändert sich für alle viel“, stellte Huesmann fest. Johanna Merkt habe „die Geschichte des Hauses geprägt“, stellte Christoph Deters vom Ahmsener Pfarrgemeinderat fest. In einer „unaufgeregten Atmosphäre“ sei es Merkt gelungen, „gute geistliche Angebote“ zu bieten. Deters bezeichnete die scheidende Leiterin als „kompetente Seelsorgerin mit klarer Sprache“, die eine „Ausstrahlung bis in die Gemeinde“ erreicht habe. Deters schenkte der langjährigen Leiterin ein Brettspiel aus Erlenholz.

Ein Licht entzündet

Dankbarkeit drückte auch der Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Miteinander, Andreas Bleise aus. „Acht Jahre Wirken von Johanna Merkt in Ahmsen haben ein Licht entzündet“, meinte der Geistliche. Bleise dankte dem Bistum Osnabrück, dem Maristenorden und der GCL für die bisherige und zukünftige Nutzung des Bildungshauses in Ahmsen. Ferner begrüßte Bleise als „erster Nachbar“ Johanna Merkt mit Salz und Brot. Die zukünftige Ruheständlerin wird in das Holter Pfarrhaus einziehen und somit direkte Nachbarin des Pfarrers.

Maristenpater Rudolf Bleischwitz nannte die vier gemeinsamen Jahre in Ahmsen „fruchtbare Jahre für den Glauben“ und freute sich darüber, das es in Ahmsen „geistlich weitergeht“. Beate Dulle, stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Lähden, drückte ihre Freude aus, dass Johanna Merkt auch in Zukunft in der Gemeinde Lähden bleibt.

„Gott wirkt wie er will“, stellte Johanna Merkt in ihren Abschiedsworten fest. „Ich verlasse Ahmsen als eine andere, als damals“, gestand sie ein. Für sie sei es eine „gute Nachricht“, dass „Gott bleibt und immer nah ist“. Sie erwarte mit „erwartungsvoller Spannung, was Gott mit mir vor hat“, meinte sie abschließend.


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