Pläne für Breitbandausbau In Ahmsen bleiben nur zwei Haushalte unversorgt

Von Martin Reinholz


Lähden. Die Innogy TelNet GmbH hat über die Pläne zum Breitbandausbau in den Ortsteilen Ahmsen und Vinnen der Gemeinde Lähden informiert.

Die 110 Haushalte in Ahmsen werden fast vollständig mit FTTB-Anschlüssen (Fibre to the building, Glasfaser bis ins Haus) versorgt. Nur zwei Haushalte im Außenbereich erhalten keinen Anschluss. In Vinnen besteht im Ortskern eine Versorgung mit mindestens 30 Megabit pro Sekunde. Hier werden etwa 70 Haushalte neu angeschlossen, sieben Haushalte bleiben unterversorgt.

Innogy hat neben der Deutschen Telekom den Auftrag des Landkreises Emsland bekommen, den Bereich Mitte und den Bereich Süd – mit den Gemeinden Emsbüren und Salzbergen sowie den Samtgemeinden Freren, Lengerich, Spelle und Herzlake mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Die Bauarbeiten in Ahmsen und Vinnen sollen Anfang des Jahres beginnen, sagte Innogy-Sprecher Rainer Oesting.

Die Beauftragung des Landkreises Emsland an das Unternehmen Innogy umfasse den Anschluss von 90 Prozent der Haushalte, die zurzeit einen Internetzugang mit weniger als 30 Megabit pro Sekunde haben, erklärte Lähdens Gemeindedirektor Ludwig Pleus. In Ahmsen werde diese Vorgabe übertroffen.

Innogy-Kommunalbetreuer Oesting berichtete, dass sein Unternehmen im Bereich der Samtgemeinde Herzlake bis zu 1.230 Anschlüsse installieren kann. Die betroffenen Adressen wurden vom Landkreis Emsland ermittelt, erklärte der Innogy-Vertreter. Eine Ergänzung um zusätzliche Adressen sei nicht möglich. Trotzdem konnte, wer wollte, sich als Interessent für einen möglichen späteren Anschluss in einer ausgelegten Liste eintragen. Oesting bekräftigte die Absicht seines Unternehmens nach der Abarbeitung des durch den Landkreis Emsland beauftragten Projektes, danach weitere Anschlüsse zu ermöglichen. „Unser gemeinsames Ziel ist der Aufbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes“, fügte Oesting hinzu. Er verwies auf die Innogy-Projektbüros in Meppen und Freren, die für Detailfragen rund um die Glasfasererschließung zur Verfügung stünden.

Über die Produkte zur Nutzung des Glasfaseranschlusses informierte Birgit Büscher aus dem Bereich Innogy-Vertrieb. Ein Tarifabschluss mit der Innogy sei jedoch keine Voraussetzung für den Anschluss. Der jeweilige Anbieter, mit dem später das Netz genutzt werde, sei frei wählbar. Büscher gab zu bedenken, dass der erstmalige Anschluss durch einen anderen Anbieter Kosten verursachen könne, die der Drittanbieter gesondert in Rechnung stelle.

Der Leiter des Bauamtes der Samtgemeinde Herzlake, Alo Winkeler, erklärte, dass zusätzlich mit dem Unternehmen Emsland/tel der Bau dreier Richtfunkmasten geplant sei. Dadurch werde allen eine Alternative geboten, die durch den zurzeit stattfindenden Ausbau nicht zum Zuge kämen. Die Bauanträge für jeweils einen Masten in Dohren, Herzlake und Herßum seien gestellt, erklärte Winkeler.

Gemeindedirektor Ludwig Pleus nannte den derzeitigen Ausbau eine „einmalige Chance“ und verwies darauf, dass neben Bund, Land und Kreis die Gemeinde Lähden 440.000 Euro für den Ausbau aufwende. „Die nächste Ausbaustufe ist seitens des Landkreises bereits in Planung“, sagte Pleus.

Unter www.innogy-highspeed.com kann die Verfügbarkeit des möglichen Glasfaseranschlusses für jede Adresse abgefragt werden.


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