Sitzung des Gemeinderats Lähden bewilligt Geld für Vereine und Vinner Gemeinschaftshaus

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Finanzielle Unterstützung für Sondervorhaben verschiedener Vereine hat der Rat der Gemeinde Lähden bewilligt. Symbolfoto: dpa/Daniel ReinhardtFinanzielle Unterstützung für Sondervorhaben verschiedener Vereine hat der Rat der Gemeinde Lähden bewilligt. Symbolfoto: dpa/Daniel Reinhardt

Lähden. Mit fünf Anträgen auf finanzielle Zuschüsse hat sich der Lähdener Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Viermal erhielten die beantragenden Vereine und Institutionen grünes Licht, nur in einem Fall gab es eine Absage.

Das größte Volumen nimmt dabei das Geld für eine neue Thekenanlage im Dorfgemeinschaftshaus Vinnen ein. Die bisherige Theke wurde in den 1980ern schon gebraucht gekauft und sei mittlerweile in schlechtem Zustand, hieß es. Für eine Erneuerung rechnet der Vorstand des Dorfgemeinschaftshauses mit Gesamtkosten in Höhe von rund 8500 Euro, wobei Tischlerarbeiten nicht einkalkuliert seien, da diese in Eigenleistung erfolgen sollen, erklärte der Vinner Ratsabgeordnete Peter Diekmann (CDU).

Beantragt wurde ein Zuschuss in Höhe von 5000 Euro. "Das Dorfgemeinschaftshaus ist stark frequentiert, mit mindestens 200 Nutzungen im Jahr", sagte Diekmann. Die Einnahmen daraus kämen der Gemeinde zugute. Der Rat folgte dieser Argumentation sowie dem Vorschlag des Verwaltungsausschusses und stimmte geschlossen zu.

Flutlichtanlage

Ebenfalls einstimmig bewilligten die Abgeordneten einen Zuschuss für den Sportverein SpG Ahmsen-Vinnen, damit dieser seine Flutlichtanlage erneuern kann. "Die jetzigen Lampen reichen nicht mehr für Training und Spielbetrieb aus", erläuterte Gemeindedirektor Ludwig Pleus den Antrag. "Man hätte auf LED-Beleuchtung umschwenken können, dann wäre es vier- bis fünfmal so teuer."

So aber steht allein das Erneuern der Flutlichtköpfe an; für die 400-Watt-Metalldampflampen werden rund 2800 Euro fällig. Laut Ratsbeschluss schießt die Gemeinde 50 Prozent der tatsächlichen Kosten, maximal aber 1400 Euro hinzu. Extra-Anträge auf finanzielle Unterstützung will der Verein bei Sparkassenstiftung und Landkreis Emsland stellen.

Bohrbrunnen und Notenpultbanner

Weitere 600 Euro fließen für ein anderes Vorhaben in den Ortsteil Ahmsen. Da der Dorfteich nach dem heißen und regenarmen Sommer ausgetrocknet sei, soll dort ein Bohrbrunnen angelegt werden, erklärte Pleus. Ein solches Vorhaben habe es schon vor einigen Jahren in Vinnen gegeben; damals gewährte der Rat einen Zuschuss von 500 Euro. Diese Summe geht nun auch nach Ahmsen, ergänzt um 100 Euro für eine weihnachtliche Beleuchtung der Dorfteich-Insel.

Der Musikverein Lähden möchte Notenpultbanner anschaffen, um dem Ensemble bei Auftritten ein einheitliches Erscheinungsbild zu verpassen. Dafür kalkuliert der Verein mit Kosten von 1400 bis 1500 Euro. Von der Gemeinde gibt es eine Beihilfe in Höhe von 50 Prozent der letztlichen Kosten, maximal jedoch 700 Euro, wie der Rat beschloss.

Präzedenzfall vermeiden

Keine Zustimmung erfuhr hingegen der Zuschussantrag des Sportvereins SpG Ahmsen-Vinnen, um neue Tische für das Sport- und Schützengebäude finanzieren zu können. Die vorhandenen Klapptische seien 25 Jahre alt und stark in Mitleidenschaft gezogen, erläuterte Gemeindedirektor Pleus. Neuanschaffungen würden mit knapp 2000 Euro zu Buche schlagen. Jedoch habe die Kommune Tische und Stühle für Sportvereinsheime bislang nicht bezuschusst, abgesehen von Neubauvorhaben, gab Pleus zu bedenken. "In Lähden und Herßum ist das bisher über Sponsoring gelaufen."

Allein Paul Löffler-Eiffler (SPD) sprach sich für einen Zuschuss aus: "Wofür sind wir da? Bricht gleich der Notstand aus, wenn ein paar Euro hinüber fließen?", fragte er. Andere Abgeordnete äußerten Bedenken, dass damit ein Präzedenzfall geschaffen würde. Bislang habe man Sportvereine nur bei Anschaffungen, die mit dem eigentlichen Spielbetrieb zusammenhingen, finanziell unterstützt, meinte Ulrich Ostermann (SPD): "Wir haben ja noch mehr Vereine. Wenn wir jetzt dort einsteigen, sind wir in der Dauerförderung."

Letztlich scheiterte der Antrag an der Ratsmehrheit. Der Sportverein will jedoch bei anderen Institutionen, etwa der Volksbank, um Spenden für dieses Vorhaben werben.


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