Experte berichtet Mitgliedern des VdK Hasetal in Lähden „Bienen sind alles andere als dumm“

Von Martin Reinholz

Meine Nachrichten

Um das Thema Herzlake Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Dank sagte Brigitte Holz Wolfgang Opitz für seine Ausführungen zur Lebensweise und Bedeutung von Bienen. Foto: Martin ReinholzDank sagte Brigitte Holz Wolfgang Opitz für seine Ausführungen zur Lebensweise und Bedeutung von Bienen. Foto: Martin Reinholz

Lähden. Über die Bedeutung und Verhaltensweisen von Bienen hat Wolfgang Opitz vom Imkerverein Hasetal, Haselünne, Herzlake und Lähden vor Mitgliedern des VdK Sozialverbandes Hasetal in Lähden referiert.

Dabei ging Opitz auf die Lebensweise der Bienen ein und versuchte den Zuhörern die Angst vor Bienen und Wespen zu nehmen. „Bienen sind alles andere als dumm“, betonte er.

Nach Überlieferungen und historischen Aufzeichnungen habe es bereits im Jahr 1914 in Haselünne einen Imkerverein gegeben, berichtete Opitz, der etwa 30 Bienenvölker sein eigen nennt. Schon als Kind habe er den Wunsch gehabt, Imker zu werden. Da das richtige Leben zunächst einen anderen Berufsweg vorgab, machte Opitz die dreieinhalb Jahre dauernde Ausbildung erst im Alter von 56 Jahren.

Bis in die Steinzeit zu belegen

Die Bienen bevölkern im Gegensatz zum Menschen schon seit fünf Millionen Jahren die Erde, sagte Opitz. Die Tätigkeit des Imkers lasse sich bis in die Steinzeit hinein belegen. Honig sei somit schon seit frühester Zeit eines der wichtigsten Lebensmittel des Menschen, folgerte der Referent.

„Bienen sind alles andere als dumm“, betonte der Imker. So sei wissenschaftlich belegt, dass Bienen sich untereinander verständigten. Ferner sei nachgewiesen, dass eine Biene zudem „blütentreu“ sei und immer wieder die gleichen Blüten anfliege. Dabei komme eine Biene am Tag auf eine Flugleistung von bis zu 16 Kilometer, zeigte Opitz auf.

Aufruf zu Maßnahmen

Vor dem Hintergrund, dass nach neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen etwa 65 Prozent der Insektenarten verschwunden sind, rief Opitz die Zuhörer zu eigenen Maßnahmen auf. „Was wäre das für eine Fläche, wenn jeder nur zehn Quadratmeter in seinem eigenen Garten insektenfreundlich gestalten würde?“, fragte er in die Runde. Für das Insektensterben wolle er nicht alleine die Landwirtschaft verantwortlich machen. Immer größere Pflasterungen auf privaten Grundstücke, die zunehmende Anlage von „sterilen Steingärten“ und oftmals „überdüngte Gärten“ trügen auch zum Insektensterben bei .„Bienen sind für Menschen wichtig“, so Opitz. Er appellierte an die Zuhörer in Zukunft, falls sich ein unliebsamer Gast in ein Zimmer verirrt habe, nicht sofort zur Fliegenklatsche zu greifen, sondern ein Fenster zu öffnen und das Insekt nach draußen zu treiben.

Tipps zum Schutz

Zudem gab der Imker Tipps, wie sich jeder gegen Bienen- und Wespenstiche schützen könne. Auf keinen Fall solle eine unliebsame Biene oder Wespe „weggepustet“ werden, da der menschliche Atem die Insekten aggressiv mache. Leichte Handbewegungen zur Abwehr reichten oftmals aus. Zudem könne durch den Einsatz eines Wasserzerstäubers oder einer Sprühflasche den Insekten „Regen“ vorgemacht werden, sodass die unliebsamen Gäste den Rückzug antreten würden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN