Hubschrauber werfen Kalk ab Ökosystem Wald soll in Herzlake gestärkt werden

Von Ingo Hinrichs

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Herzlake. Ihre Wälder lässt die Forstbetriebsgemeinschaft Herzlake und Umgebung (FBG) ab Montag, 3. September, von Hubschraubern aus mit Kalk bestreuen.

Täglich werden Hubschrauber in der Zeit von 7 bis 20 Uhr über den Privatwaldflächen in den Gemarkungen Herzlake, Aselage, Westrum, Felsen, Andrup und Dohren im Einsatz sein. Die Waldkalkung in der Gemarkung Herzlake wird mindestens eine Woche dauern.

Zur FBG gehören 125 Waldbesitzer mit rund 1200 Hektar Waldflächen. Die Gesamtgröße des Kalkungsgebietes beträgt aber nur 665 Hektar, da große Teile der Flächen nicht einbezogen werden dürfen (Gewässerränder, Biotope, FFH-Gebiete). Die Ausbringung von rund drei Tonnen kohlensaurem Magnesiumkalk pro Hektar erfolgt durch zwei Hubschrauber der Firma „HeTraLog GmbH“. Die beiden Hubschrauber werden insgesamt rund 2000 Einsätze fliegen, die jeweils drei bis fünf Minuten dauern. Die Maschinen sind an den Feuerlöschtanks sehr ähnlichen Behältern leicht zu erkennen.

Die Kalkung soll der fortschreitenden Versauerung der Waldböden für einen Zeitraum von rund fünf bis zehn Jahren entgegenwirken und damit das Ökosystem Wald stärken. Dabei wird nur so viel Kalk ausgebracht wie unbedingt notwendig, heißt es seitens der FBG. Die für den Einsatz notwendigen Kalkmengen von rund 1800 Tonnen lagern derzeit auf dem Hofgelände von Landwirt Josef Beelmann. Von dort werden sie zu den Startplätzen gebracht.

Waldbesucher werden in dem oben genannten Zeitraum um Vorsicht beim Betreten von Wäldern in den betroffenen Regionen gebeten. Bezirksförster Kopka rät: „Betreten Sie bitte keine Waldflächen, über denen ein Hubschrauber mit einem an Tragseilen hängenden Behälter kreist und Kalk ausstreut. Das ausgebrachte Material ist zwar nicht gesundheitsschädlich, es kann aber zu Verschmutzungen von Kleidung und Fahrzeugen kommen.“ Anwohner von Waldflächen werden gebeten, während der Kalkung Fenster und Türen zu schließen und keine Wäsche im Außenbereich zu trocknen. Tierhaltern wird empfohlen, im Ausbringungszeitraum ihr Vieh nicht im Freien grasen zu lassen.

Mit der Durchführung ist das Forstamt Weser-Ems der Landwirtschaftskammer Niedersachsen betraut. Auskünfte erteilen diese Dienststelle und Andreas Kopka. Der Bezirksförster ist erreichbar unter der Nummer 015254782126.


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