„Fester Bestandteil im gesellschaftlichen Leben des Orts“ Kolpingfamilie Holte feiert 70-jähriges Bestehen

Von Martin Reinholz

Meine Nachrichten

Um das Thema Herzlake Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Gemeinsam zelebrierten Andreas Bleise (von links), Pater Baikim, Hubert Bischof, Pater Mani und Pater Dominic den Festgottesdienst zum 70-jährigen Bestehen der Kolpingfamilie Holte in der St. Clemenskirche. Foto: Martin ReinholzGemeinsam zelebrierten Andreas Bleise (von links), Pater Baikim, Hubert Bischof, Pater Mani und Pater Dominic den Festgottesdienst zum 70-jährigen Bestehen der Kolpingfamilie Holte in der St. Clemenskirche. Foto: Martin Reinholz

Lähden. Die Kolpingfamilie in Lähden-Holte hat ihr 70-jähriges Bestehen gefeiert. Festredner und Gratulanten unterstrichen die gesellschaftliche Bedeutung der Kolpinger für den Ort im südlichen Hümmling.

Der Festtag begann mit einem feierlichen Festgottesdienst in der Holter St. Clemens Pfarrkirche. Zelebriert wurde er vom Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Miteinander (zu der die Kirchengemeinden Ahmsen, Holte, Lähden, Lahn, Vinnen und Wachtum gehören), Andreas Bleise, gemeinsam mit dem Präses der Holter Kolpingfamilie, Pater Baikim, Hubert Bischof und die ehemaligen Präsides Pater Mani aus Osnabrück und Pater Dominic aus Flachsmeer.

Bannerabordnungen der Kolpingfamilien aus Lähden, Herzlake, Sögel, Stavern, Werlte, Lorup, Neubörger, Börger, Bockhorst und Esterwegen begleiteten den großen Einzug in die Holter Pfarrkirche. Der Holter Kirchenchor unter der Leitung von Claudia Book umrahmte die Feier musikalisch.

„Nur wer Mut zeigt, macht Mut“

Freude, Begeisterung, Mut, Tatkraft, Gottvertrauen und Verantwortung nannte der Gebietspräses des Kolpingwerks im Gebietsverband Emsland und Grafschaft Bentheim, Hubert Bischof, in seiner Predigt als „wesentliche Merkmale“ der Kolpingfamilien und ihrer Mitglieder. Freude herrsche aufgrund der Tatsache, dass die Holter Kolpingfamilie ihr Jubiläum feiern könne. Begeisterung wünschte der Geistliche den Holter Kolpingmitgliedern – dass sie „für den Glauben brennen“, wie der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode es formuliert habe. Mut habe Adolph Kolping vorgelebt. „Nur wer Mut zeigt, macht Mut“, fasste Bischof den Begriff zusammen.

„Der Begriff Tatkraft steht für die Kolpingfamilien schlechthin“, sagte der Gebietspräses. Kolpinger redeten nicht viel, sondern packten an, wie die Aktivitäten der Kolpinger im Rahmen der Flüchtlingshilfe bewiesen hätten. „Auf Kolpingmitglieder ist Verlass“, fügte Bischof hinzu. Das „Allerwichtigste“ sei das Gottvertrauen. Glauben sei Vertrauen, meinte der Pfarrer. Schließlich trügen die Kolpinger in der Gesellschaft Verantwortung. „Christen im Geiste Kolpings sind Mitmischer in der Gesellschaft“, stellte Bischof heraus. Er wünschte der Kolpingfamilie Holte „mit Gottes Hilfe eine gute Zukunft“.

„Große Wertschätzung“

Beim anschließenden Festakt in der Aula der Holter Schule bezeichnete Kolpingvorsitzender Wolfgang Wegener die Anzahl von etwa 200 Gästen als „große Wertschätzung“. Die heute etwa 140 Mitglieder zählende Kolpingfamilie könne „stolz auf sieben Jahrzehnte“ zurückblicken. Bildungsveranstaltungen, Fahrten, Sportveranstaltungen und Geselligkeit bedeuteten eine Bereicherung des Gemeinschaftslebens in Holte, Lastrup und Herßum.

Wegener dankte allen, die in den 70 Jahren des Bestehens Verantwortung für die Kolpingfamilie übernommen hätten. „Ohne das ehrenamtliche Engagement der vielen Helfer wäre unser Erfolg nicht denkbar“, meinte der Vorsitzende. „Ehrenamtliche sind belebende Elemente und Aktivposten innerhalb unseres Vereinswesens. Ehrenamtlich Tätige gehen vom Reden zum Handeln über und betrachten ihre freiwillig übernommene Aufgabe als Ehrensache.“

Kaum wegzudenken

Der Kolping-Diözesanvorsitzende Norbert Frische sagte: „Herzlichen Dank für Euer Tun und Wirken.“ Besonders dankte er der Kolpingfamilie Holte für ihren Einsatz in der Flüchtlingshilfe. Flüchtlinge seien „Menschen auf der Walz“ meinte der Kolpinger, „aber nicht freiwillig.“

Herzlakes Samtgemeindebürgermeister Ludwig Pleus sprach von einer „guten Entscheidung im Jahr 1948“, die Kolpingfamilie in Holte zu gründen: „Die Kolpingfamilie Holte ist heute kaum aus dem Gemeindeleben wegzudenken“, unterstrich Pleus deren Bedeutung.

Ehrenamt stärken

„Dörfer wären um einiges ärmer, wenn es keine Vereine und Verbände gäbe“, sagte Franz Strüwing, Bürgermeister der Gemeinde Lähden. Er würdigte die Arbeit der Kolpingfamilie Holte und forderte die Mitglieder auf, Vorbilder für Kinder und Jugendliche zu sein, um das Ehrenamt auch für die Zukunft zu stärken.

Weitere Gratulanten waren der Kolping-Bezirksvorsitzende Paul Krupinski und Vertreter der benachbarten und befreundeten Kolpingfamilien. Dirk Feltmann vom Holter Schützenverein gratulierte der Kolpingfamilie im Namen aller Vereine und Verbände des Orts. Zum Kolpingfrühschoppen auf dem Pausenhof der Schule spielte schließlich der Musikverein Holte-Lastrup unter Leitung von Richard Vorholt zum Platzkonzert auf.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN