Benachteiligungen beseitigen Bericht der Herzlaker Gleichstellungsbeauftragten

Von Heiner Harnack

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Maria Lau (links) und Ludwig Pleus dankten Agnes Kötter für ihre Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Herzlake.Maria Lau (links) und Ludwig Pleus dankten Agnes Kötter für ihre Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Herzlake.

Herzlake. Der Bericht der Gleichstellungsbeauftragten Agnes Kötter stand im Mittelpunkt der Sitzung des Samtgemeinderats Herzlake.

Kötter sagte zu Beginn ihrer Ausführungen, dass sie ihre Aufgabe darin sehe, dass die weiterhin bestehenden Benachteiligungen von Frauen beendet werden müssten. Kötter lobte die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Gemeinde. „Ich kann auf ein großes Netzwerk zurückgreifen, da ich nicht alle Probleme persönlich beseitigen kann“, dankte Kötter den Menschen im Umfeld. Sie versuche, Informationen nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ weiter zu geben, was bedeute, dass sie entweder als Vermittlerin auftrete oder selbst Hilfestellung leiste.

Leider werde die Sprechstunde am ersten Montag eines jeden Monats nicht besonders gut angenommen. „Ich denke, dass vielen Menschen dieses nicht anonym genug ist, und die Menschen lieber zum Telefon greifen“, vermutet Kötter. Es gebe aber neutrale Orte für die Treffen, berichtete sie weiter.

„Im Juni 2016 habe ich die Gruppe Alleinerziehende in Herzlake gegründet“, beschrieb sie einen weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit. Kötter machte auf ein weiteres Ungleichgewicht in der Gesellschaft aufmerksam: Mit dem Equal Pay Day wolle man weiter darauf hinweisen, dass Frauen im Schnitt immer noch 22 Prozent weniger verdienten als ihre männlichen Kollegen. „Am 15. November wird im Meppener Theater eine Veranstaltung zum einhundertjährigen Wahlrecht für Frauen stattfinden.“ Sie warb für rege Teilnahme.

Samtgemeindebürgermeister Ludwig Pleus berichtete über eine Erweiterung der Wohnbaufläche Im Bereich der Straße An der Koppel in Holte-Lastrup in Richtung des Zentrums. Pleus teilte mit, dass die Stadt Papenburg im Frühjahr beschlossen habe, der GbR der Kommunen der Landkreise Osnabrück, Emsland und Grafschaft Bentheim beizutreten. Heute arbeite das Unternehmen Itebo, vormals Kommunale Datenzentrale Osnabrück (KDOS) als IT-Dienstleistungsunternehmen, dessen Gesellschafter die drei vorgenannten Landkreise, die Stadt Osnabrück, die Stadt Braunschweig und das Bistum Osnabrück sind.

Während der Einwohnerfragestunde bemängelte ein Einwohner, dass man seit zweieinhalb Jahren auf eine Änderung der Bauleitplanung für gewerbliche Tierhaltungsanlagen warte. Ludwig Pleus erklärte, dass man noch in diesem Jahr eine Entscheidung treffen werde.


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