Ab dem 1. September Herzlaker Gewerbegebiet Nord bekommt neue Straßenführung

Von Malte Goltsche


Herzlake. Im Herzlaker Gewerbegebiet Nord wird es zum 1. September einige Änderungen geben. So wird der Zugang zum Betriebsgelände der Firma Brüggen abgesperrt, der zuvor frei zugänglich war. Außerdem wird der sogenannte „Plattenweg“ für den Autoverkehr geschlossen.

„Wir kommen damit hauptsächlich den Betriebsbelangen der Firma Brüggen entgegen“, sagt der Herzlaker Gemeindebürgermeister Hans Bösken. Oft seien Fahrrad- und Autofahrer auf das Betriebsgelände gelangt und hätten in die Hallen geschaut, berichten Bösken und die Geschäftsführer des Unternehmens Jens Ficker und Bernhard Brüggen. Solche unerwünschten Besuche soll die neue Verkehrsleitung unmöglich machen.

Schranke und Schilder

Ab dem 1. September wird der Zugang zum Betriebsgelände über die Boschstraße mit einer Schranke geregelt, die ein Pförtner 24 Stunden am Tag überwachen soll. Der mögliche Zugang über die Raddestraße wird nicht gesperrt, damit der Zuweg zur Straße „Am Klärwerk“ bestehen bleibt. Damit dennoch kein Verkehrsteilnehmer denkt, er habe Zutritt auf das Betriebsgelände, sollen am bestehenden Begrenzungszaun des Geländes Warnschilder angebracht werden. Neben dem Schutz des Betriebsgeländes kommt jedoch noch ein weiterer Aspekt ins Spiel. Der sogenannte „Plattenweg“, der das Gewerbegebiet Nord mit der L55 Holter Straße verbindet, wird für den PKW-Verkehr geschlossen. Er führt direkt durch ein Biotop mit „ganz besonderer Flora und Fauna“, sagt Hans Bösken. Diese werde durch die Maßnahme besser geschützt. Für Fußgänger und Radfahrer ist der Verkehr weiter frei.

Positive Rückmeldungen

Der sogenannte „Plattenweg“ führt durch ein Biotop mit außergewöhnlicher Flora und Fauna. Sie soll vor Autoverkehr geschützt werden. Foto: Malte Goltsche

Mit den Anliegern hat die Gemeinde im Vorfeld der Umsetzung gesprochen. „Im Großen und Ganzen sind die Anlieger einverstanden“, berichtet Bösken. Die Firma Brüggen bewertet das Projekt ebenfalls positiv. „Wir hatten immer mal wieder Störungen und Unfälle durch den unerlaubten Verkehr auf dem Gelände. Es ist einfach zu gefährlich. Die neue Lösung wird uns enorm helfen“, sagt Bernhard Brüggen. Den Teil der Boschstraße, der bislang noch frei zugänglich war, hat die Gemeinde dem Unternehmen umgewidmet, sodass sich das Betriebsgelände nun um einige Meter vergrößert hat.


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