Umzug in der kommenden Woche Neues Bürogebäude der Spedition Sandmann in Lähden fertig

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Lähden. Das neue Gebäude der Spedition Sandmann in Lähden ist fertiggestellt. In der kommenden Woche soll der Umzug aus den Containerbüros in die modernen Räume erfolgen.

So etwas nennt man Überblick: Links, auf der anderen Seite der Dr.-Eberle-Straße, stehen Autos dicht an dicht eingelagert, geradeaus sieht man die Fahrzeughallen mit Tor eins bis drei. Etwas weiter rechts springen die Container ins Auge, in denen Unternehmensleitung und Büropersonal schalten und walten, wenngleich nur noch wenige Tage.

Vom Vordach ganz oben im neuen Haus eröffnen sich für Firmeninhaber Christoph Sandmann und seine Mitarbeiter die beeindruckendsten Perspektiven über das Speditionsgelände und die benachbarten Areale. So gesehen ließe sich das zweite Obergeschoss, in dem sich künftig das zwischenzeitlich ausgelagerte Archiv befinden wird, für die Beletage des Unternehmens halten. Dessen Herzkammer jedoch sitzt im Erdgeschoss: Hier betreiben die Mitarbeiter der Disposition das Kerngeschäft, hier haben auch Sandmann als Chef und Frank Book als Speditionsleiter ihre Büros.

„Wie von VW Polo zu Audi A6“

„Alle Mitarbeiter freuen sich schon auf den Umzug“, sagt Book. „Das wird ein Quantensprung – wie von einem VW Polo zu einem Audi A6.“ Das gelte schon allein für die Nutzfläche: Bislang, im Container, sind es etwa 300 Quadratmeter; im Neubau werden es fast 1200 Quadratmeter sein, also beinahe das Vierfache. Der Platzmangel nach raschem Wachstum in den vergangenen Jahren gab den Ausschlag, das Container-Provisorium nach ungefähr einem Jahrzehnt hinter sich zu lassen.

1,4 Millionen Euro hat das Lähdener Speditionsunternehmen in sein neues Domizil im Gewerbegebiet fließen lassen. Die Arbeiten, für die der Startschuss im vergangenen Herbst fiel, stehen kurz vor dem Abschluss. Eigentlich war der Umzug schon für Anfang Juni vorgesehen, hätte das zwischenzeitliche Winterwetter die Pläne nicht um mehrere Wochen verzögert. In der Schlussphase habe man diesbezüglich aber den Druck herausgenommen, sagt Sandmann. Kommende Woche soll es nun so weit sein. Dann wird ein Großteil des Mobiliars von der alten Zentrale zur neuen geräumt.

Drei Eingänge

Im Inneren erhält das Haus in diesen Tagen seinen letzten Schliff. Im Dispositionsbüro fehlt bisher der Fußboden, während sich die Räume ein Stock höher, wo künftig Buchhaltung, Personalabteilung und Besprechungszimmer angesiedelt sind, schon auf Teppichböden durchschreiten lassen. Kabelbäume, die noch lose von der Decke hängen, werden installiert, ebenso ein paar Treppengeländer. Abschließende Malerarbeiten stehen ebenfalls an.

Das Erdgeschoss des vom Sögeler Architekturbüro Schomaker und Henschel entworfenen und vom Lähdener Bauunternehmen Schulte errichteten Gebäudes hat gleich drei Eingänge: einer für Besucher allgemein, einer für die Lastwagenfahrer, einer für das Büropersonal. Neben Küchen und Personalräumen in zwei Geschossen gibt es unten zudem eine Terrasse für (Raucher-)Pausen.

Container werden abgebaut

Mit dem erwähnten Quantensprung bezieht sich Book auch auf die technische Ausstattung: Bestimmte Abläufe wie das Hinunterfahren von Jalousien bei grellem Sonnenlicht erfolgen mittels der KNX-Steuerung automatisch. Hinzu kommt die Klimatisierung: „3000 Kubikmeter Luft werden permanent umgetauscht, sodass wir theoretisch keine Fenster öffnen brauchen“, erläutert Book, der bei Sandmann auch für den IT-Bereich zuständig ist.

Währenddessen sind die Tage der alten Behausung auf dem Betriebsgelände gezählt: „Die Container sind bereits verkauft und werden demnächst abgebaut“, sagt Christoph Sandmann. So erhält das Unternehmen mehr Raum zum Be- und Entladen der Lastwagen.


Inklusive einer Zweitfirma im westpolnischen Gniezno zählt Sandmann Transporte etwa 250 Beschäftigte. Allein am Standort Lähden sind rund 50 Mitarbeiter tätig. Im Mittelpunkt stehen Spezialtransporte. Das Unternehmen, das über einen Fuhrpark mit knapp 200 Lastwagen verfügt, transportiert beispielsweise Land- und Baumaschinen, Abrollcontainer und Wohnmobile.

Die Lkw sind europaweit unterwegs; Häfen in Deutschland, den Niederlanden und Belgien gehören zu den Hauptzielen. Eine wichtige Sparte bilden Fahrzeugtransporte im Auftrag namhafter Hersteller von Volkswagen über Opel bis zu Ford. trg

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