Video gibt entscheidenden Hinweis „Wolf“ von Holte-Lastrup ist Hund aus Tötungsstation

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Lähden. Tagelang hat ein unbekannter Vierbeiner Holte-Lastrup beschäftigt. Manche Bewohner hielten ihn für einen Wolf. Ein Video brachte den Beweis, dass es sich um einen Hund handelt. Er hört, wie unsere Redaktion herausfand, auf den Namen Sunrise und ist im ostfriesischen Friedeburg entlaufen.

  • Der „Wolf“ von Holte-Lastrup ist ein Hund
  • Er hört auf den Namen Sunrise
  • Der Rüde stammt aus Rumänien
  • In seinem neuen Zuhause in Ostfriesland büchste er im Mai aus
  • Ein Video gibt den entscheidenden Hinweis

Dorthin war der 60 Zentimeter große Schäfermix-Rüde vom Verein Arche Noah Transilvania e. V. im Mai vermittelt worden. Der Verein unterstützt ein Partnertierheim in Rumänien. Dort wurde Sunrise aus einer Tötungsstation geholt. Nur etwa zwei bis drei Tage nach seiner Vermittlung nach Friedeburg büxte er bei seiner neuen Familie durch die offene Haustür aus.

Von Schulabfall ernährt?

Vor etwa sechs Wochen tauchte Sunrise in Esens auf. Es wurden, auch mit Unterstützung der Jägerschaft, Sicherungsversuche unternommen. Die misslangen, weil sich der Hund nur im Wald aufhielt. An dort eingerichtete Futterstellen kam er, anders als gehofft, nicht. Es wird vermutet, dass er sich vom Abfall des in der Nähe befindlichen Internatsgymnasiums ernährte. Bis zum Beginn der Ferien. Mit Ausbleiben der Schüler und damit seiner offensichtlichen Nahrungsgeber verschwand der Rüde.

Futterstelle eingerichtet

Die Suche ging weiter. Flyer wurden verteilt. Eine neue Spur von dem etwa sieben bis acht Jahre alten Rüden gab es nicht. Bis zur Publikation eines Videos, das in Holte-Lastrup gemacht wurde und belegt, dass es sich bei dem im Ort herum laufenden, bis dahin unbekannten Vierbeiner nicht um einen Wolf, sondern um Sunrise handelt. Von Esens hierher legte er etwa 160 Kilometer zurück.

Mitglieder des Vereins Arche Noah Transilvania und andere User wurden durch die Veröffentlichung des Videos auf der Internetseite der Meppener Tagespost aufmerksam. Auf der Sequenz, die ein Holte-Lastruper filmte, erkannte im Laufe des Freitagabends auch Katja Korthenkamp von der Arche den rumänischen Hund, der sich mittlerweile längere Zeit in Holte-Lastrup aufhält. Ein Mitglied eines Sicherungsteams aus Ostfriesland, das um Hilfe gebeten wurde, war am Samstag vor Ort, hat sich alle Sichtungspunkte angesehen, mit Anwohnern, Jägern und Bürgermeister Ludwig Pleus gesprochen und eine Futterstelle eingerichtet. Über die wird nun erneut versucht, an den sehr scheuen und ängstlichen Rüden heranzukommen.

Weitere Sichtungen mitteilen

Sunrise sollte nicht angesprochen, gerufen oder gar gejagt werden. Auch Einfangversuche sollten nicht unternommen werden. „Man sollte ihn am besten ignorieren und so tun, als wenn man ihn gar nicht sieht. Jegliches Ansprechen etc. verängstigt ihn und könnte zu einer Panikreaktion führen, die zum Beispiel vor einem Auto enden könnte“, bittet Korthenkamp. Von Sunrise gehe absolut keine Gefahr aus, weder für Erwachsene noch Kinder oder Tiere. „Er hat noch niemals aggressives Verhalten gezeigt und rennt eher weg, als dass er auf jemanden zugehen würde.“

Sichtungen seien weiterhin sehr wichtig. Deshalb bittet sie darum, Hinweise unter den Nummern 0170/2 0572 46 oder 01 78/2777360 zu geben. Sie sollten nicht öffentlich gepostet werden, weil das zu Hetzjagden führen und den Rüden vertreiben könnte.


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