Projekt am Stadion VfL Herzlake beginnt mit Bau eines Kunstrasenplatzes

Von Martin Reinholz


Herzlake. Mit dem Aufstellen des Bauschildes hat der VfL Herzlake den offiziellen Startschuss zum Bau eines Kunstrasenplatzes am Herzlaker Fußballstadion gegeben.

Vorstandssprecher Ernst Elbers bezeichnete die Maßnahme als „eines der größten Projekte in der Vereinsgeschichte des VfL Herzlake“. Neben Vertretern der Sponsoren, Sportlern und der Gemeinde Herzlake nahmen auch der Landrat des Landkreises Emsland, Reinhard Winter, und der Präsident des Kreissportbundes Emsland, Michael Koop, an der Veranstaltung teil.

635.500 Euro Gesamtkosten

Die Gesamtkosten des neuen Kunstrasenplatzes, der den bisherigen direkt am Stadion gelegenen „B-Platz“ ersetzen wird, bezifferte Ernst Elbers auf 635.500 Euro. Der Landkreis Emsland bezuschusst den Neubau des Platzes mit 121.300 Euro, der Kreissportbund Emsland mit 100.000 Euro. 220.000 Euro steuert die Gemeinde Herzlake bei, so der Vorstandssprecher. Durch ein Darlehen der Firmengruppe Hänsch an den VfL Herzlake gibt der Verein 160.000 Euro für die Maßnahme, führte Elbers weiter aus. Die verbleibenden Kosten in Höhe von 34.200 Euro will der Verein mit Eigenmitteln und Eigenleistungen abdecken, komplettierte der Vorstandssprecher die Gesamtinvestitionen. Neben dem Landkreis Emsland, dem Kreissportbund Emsland und der Gemeinde Herzlake dankte Elbers namentlich der Firmengruppe Hänsch, die durch Christian Gehring vertreten war, für „das Vertrauen, dass das Unternehmen in den Verein setzt“.

Den Anstoß zur Planung eines Kunstrasenplatzes habe es bereits vor zweieinhalb Jahren aus der Erkenntnis heraus gegeben, dass „der Trainingsbetrieb massiv gestört ist“, machte der stellvertretende Vorstandssprecher Ansgar Winkeler den Beginn der Planungen deutlich. Durch eine ständige Überbelastung der beiden Trainingsplätze durch die 21 Mannschaften – davon sechs auf Bezirksebene – waren die Plätze in einem „dauerhaft schlechten Zustand“, zeigte Winkeler die Problematik auf. Die Vorteile eines Kunstrasenplatzes mache die durchschnittliche Nutzungsdauer deutlich, erklärte Winkeler. Während ein herkömmlicher Rasenplatz etwa 800 Stunden im Jahr bespielbar sei, könne ein Kunstrasenplatz bis zu 2.500 Stunden genutzt werden.

Sportliche Erfolge

Zudem hätten die sportlichen Erfolge einzelner Mannschaften die weiteren Planungen „zusätzlich beflügelt“, sagte Winkeler. Besonders dankte der stellvertretende Vorstandssprecher der Baubehörde des Landkreises Emsland, die nach nur „drei Wochen grünes Licht mit der Baugenehmigung gab“. Die Baumaßnahme wird durch das Haselünner Unternehmen Lüske ausgeführt, ergänzte Winkeler.

Der neue Kunstrasenplatz wird den bisherigen „B-Platz“ ersetzen. Er wird eine Größe von 102 mal 64 Metern haben und verfügt bereits über eine „ausreichende Flutlichtanlage“, führte Winkeler weiter aus. Der Baubeginn solle in etwa sechs Wochen erfolgen, sodass im September die Fertigstellung erfolgen könnte, fasste Winkeler den Zeitplan zusammen.

Engagement betont

Landrat Reinhard Winter betonte das ehrenamtliche Engagement innerhalb des Vereins für die Jugendarbeit. In dem etwa 1.200 Mitglieder zählenden Verein engagierten sich rund 500 Kinder und Jugendliche, rechnete der Landrat vor. „Dies entspricht etwa 75 Prozent der Jugendlichen in der Gemeinde Herzlake“, stellte Winter fest. „Angesichts dieser Zahlen wird deutlich, dass die Jugendarbeit zu einer der großen Aufgaben des Vereins zählt. Die jungen Nachwuchskicker stellen hier nicht nur ihr Talent unter Beweis, sondern erleben gleichzeitig eine intensive Form der Gemeinschaft.“ Die Verantwortlichen des VfL Herzlake hätten schon lange erkannt, wie wichtig der Vereinssport insbesondere für Kinder sei. Der neue Kunstrasenplatz stelle eine „wichtige Voraussetzung“ zur Umsetzung des vereinsinternen Ziel dar. Meinte der Landrat. Seit dem Jahr 2010 habe der Landkreis Emsland etwa 1 Million Euro für die Förderung von Kunstrasenplätzen zur Verfügung gestellt.

Sportstättenbau

Michael Koop, Präsident des Kreissportbundes Emsland, erklärte, dass im Emsland etwa jährlich bis zu 300.000 Euro für die Förderung des Sportstättenbaus zur Verfügung stünden. Zurzeit liefen mit der Landesregierung Verhandlungen, diese Mittel in der Zukunft zu erhöhen.

Über die Möglichkeit in Zukunft einen „ganzjährigen Spielbetrieb“ durchführen zu können, freute sich der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Herzlake, Johannes Book. Er dankte den Sponsoren des Vereins und allen Ehrenamtlichen im Verein.