Bildhauer Rohe erweitert Zyklus „Don Camillo“ steht nun an der Waldbühne Ahmsen

Von Heinz Benken

Das Kunstforum Waldbühne Ahmsen hat Klaus Rohes Holzskulptur „Don Camillo“ vor dem Eingangsbereich der emsländischen Freilichtbühne aufgestellt. An dem Festakt nahmen (von links) Ludger Siemer, Michael Siemer, Renate Speil, Klaus Rohe, Johannes von der Beeke, Lene und Vera Cordes, Andreas Jansen und Ludwig Pleus teil. Foto: Heinz BenkenDas Kunstforum Waldbühne Ahmsen hat Klaus Rohes Holzskulptur „Don Camillo“ vor dem Eingangsbereich der emsländischen Freilichtbühne aufgestellt. An dem Festakt nahmen (von links) Ludger Siemer, Michael Siemer, Renate Speil, Klaus Rohe, Johannes von der Beeke, Lene und Vera Cordes, Andreas Jansen und Ludwig Pleus teil. Foto: Heinz Benken

Lähden. Die Waldbühne Ahmsen führt die Komödie „Don Camillo und Peppone und die jungen Leute“ auf. Rechtzeitig vor der Premiere am Samstag, 19. Mai, um 19.30 Uhr hat das Kunstforum Waldbühne Ahmsen die überlebensgroße Skulptur „Don Camillo“ vom Bildhauer Klaus Rohe im Eingangsbereich der Freilichtbühne aufgestellt.

Die Holzskulptur „Don Camillo“ steht für Brüderlichkeit und wird nach dem Spielsommer Klaus Rohes Figurenzyklus „Selbstbestimmung“ auf dem Ahmsener Dorfplatz erweitern. Die vom Bildhauer aus Holte-Lastrup bisher geschaffenen und auf dem Dorfplatz aufgestellten Skulpturen verkörpern Hauptfiguren der religiös orientierten Schauspiele der Waldbühne. Moses steht für Gerechtigkeit, Quasimodo, der Glöckner von Notre Dame, für Zufriedenheit, Elisabeth von Thüringen für Barmherzigkeit und Martin Luther für Freiheit. Als sechste Skulptur plant Rohe den Jedermann mit der Aussage Vergänglichkeit, die den Zyklus abschließen wird. Rohe schnitzt seine Figuren aus altem Baumbestand der Region.

Skulptur mit Charakter

Renate Speil, Leiterin des Kunstforums, skizzierte beim Aufstellen der Skulptur den Charakter des „Don Camillo“. Der Schriftsteller Giovannino Guareschi habe für seinen Romanhelden Don Camillo einen italienischen Dorfpfarrer zum Vorbild genommen. Der Schriftsteller hatte nach dem Zweiten Weltkrieg Allesandro Parenti, der Pfarrer in Trepalle war, kennengelernt. Guareschi schildert Don Camillo als schlagkräftigen, gradlinigen, aber auch schlitzohrigen Priester, der im ständigen Konflikt mit dem kommunistischen und ebenso draufgängerischen Bürgermeister Guiseppe Bottazzi - genannt Peppone - liegt.

Beide Partisanen

Beide sind durch ihre gemeinsame Vergangenheit als Partisanen verbunden, konkurrieren aber um die Lösung der sozialen Fragen ihrer Zeit. Dabei setzen sie unterschiedliche Mittel ein, der eine als Vertreter der katholischen Kirche, der andere als Vertreter der kommunistischen Partei. Im Laufe der Ereignisse zeigt sich, dass sie zwar Kontrahenten sind, keineswegs aber Feinde, sondern im tiefen Herzen beste Freunde.