Der Rat investiert und spart Schuldenstand in Dohren soll weiter sinken

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Dohren. Trotz erheblicher Investitionen will die Gemeinde Dohren in diesem Jahr den Schuldenstand weiter abbauen. Der Rat hat den Haushaltsplan 2018 mit der Haushaltsatzung einstimmig beschlossen.

Gemeindedirektor Ludwig Pleus präsentierte dem Rat „ein dickes Buch mit 118 Seiten“. Die Gemeinde habe ihre Hausaufgaben gemacht. Es wurde in den letzten Jahren kräftig investiert und zugleich Schulden abgebaut. Der Samtgemeindebürgermeister von Herzlake bescheinigte der Mitgliedsgemeinde eine gute Infrastruktur, dank des Gemeinschaftssinns der Einwohner und der Investitionen in die Zukunft wie der Verbesserung des Kindergartens und der Ausweisung von Bauplätzen. Die Gemeinde sei finanziell gut aufgestellt.

Auszugsweise stellte Pleus Zahlen heraus. Zwar liege nur das vorläufige Rechnungsergebnis vor, aber es werde eine Verbesserung des Ergebnisses von 2017 um 250.000 Euro erwartet. Für 2018 sind ordentliche Erträge von 1.499.400 Euro eingeplant, die Aufwendungen auf 1.473.100 Euro und die außerordentlichen Aufwendungen auf 3000 Euro. Das Gesamtergebnis betrage voraussichtlich 23.300 Euro. Dazu trage die Hebesatzsenkung bei der Kreisumlage mit rund 11.200 Euro bei.

Bei der laufenden Verwaltungstägigkeit sind die Einzahlungen auf 1.442.100 Euro und die Auszahlungen auf 1.353.200 Euro festgesetzt, der Überschuss beträgt 89.700 Euro. Im Finanzhaushalt sind weiterhin Einzahlungen für Investitionstätigkeit in Höhe von 112.100 Euro und Auszahlungen von 196.400 Euro festgelegt, hinzu kommen 60.000 Euro zum Schuldenabbau. „Am Ende des Jahres 2018 beträgt der voraussichtliche Schuldenstand 240.080 Euro und damit liegt bei 1.117 Einwohnern eine Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 215 Euro vor“, sagte Pleus. Dies sei immer noch höher als der Durchschnitt vergleichbarer Gemeinden in Niedersachsen, aber die Tendenz weise in Richtung Schuldenabbau.

Investitionen

An Investitionen erwähnte Pleus die Erweiterung der Straßenbeleuchtung, die Verbesserung der Ausstattung des Bauhofs, weitere 26.000 Euro für die Erweiterung des Kindergartens, 52.900 Euro für den Breitbandausbau, 60.000 Euro für den Ausbau der Straße „Wettruper Damm“, 15.000 Euro für einen Verbindungsweg zwischen Dorfstraße und dem neuen Baugebiet, aber auch kleinere Investitionen wie 3.500 Euro für den Kinderspielplatz am Sportplatz.

Entwicklung des Schuldenstandes in der Gemeinde Dohren (in Euro) Quelle: Gemeinde Dohren Foto: colourbox.de • Grafik: NOZ/Heiner Wittwer

Bürgermeister Johannes Dieker (UWG) mahnte seine Ratskollegen: „Nicht leichtsinnig werden!“ Weil wichtige Investitionen wie der Ausbau des Kindergartens vor der Vollendung stehen, könne man sich in den nächsten Jahren mehr der Straßen- und Brückeninstandhaltung widmen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Josef Feldmeier sprach sich für einen weiteren Schuldenabbau aus, obwohl bei der Instandsetzung von Brücken und Straßen hohe Kosten zu erwarten sind. Den jetzt beginnenden Breitbandausbau verteidigte er gegen Kritik. Was jetzt geschehe, sei ein Anfang, der eine Grundlage für einen weiteren Ausbau schafft. Feldmeier forderte von Landkreis und Land, mehr Geld für die Erneuerung von Kreis- und Landesstraßen im Ostkreis bereitzustellen.


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