Innogy TelNet GmbH informiert Im Mai beginnt in Dohren der Breitbandausbau

Von Martin Reinholz

Auf großes Interesse stieß die Informationsveranstaltung zum Thema Glasfaserausbau des Unternehmen Innogy im Dohrener Bienenkorb. Foto: Martin ReinholzAuf großes Interesse stieß die Informationsveranstaltung zum Thema Glasfaserausbau des Unternehmen Innogy im Dohrener Bienenkorb. Foto: Martin Reinholz

Dohren. Vertreter der Innogy TelNet GmbH haben in der Gaststätte Bienenkorb Informationen zum Breitbandausbau in der Samtgemeinde Herzlake und in der Gemeinde Dohren gegeben.

Innogy hat neben der Deutschen Telekom den Auftrag des Landkreises Emsland bekommen den Bereich Mitte und den Bereich Süd mit den Gemeinden Emsbüren und Salzbergen sowie den Samtgemeinden Freren, Lengerich, Spelle und Herzlake mit Glasfaserleitungen auszustatten. Die Bauarbeiten in Dohren sollen voraussichtlich im Mai beginnen. Im Rahmen der Informationsveranstaltung gab es Kritik an den Ausbauplänen und dem Vorgehen des Unternehmens.

Die Informationsveranstaltung fand ein großes Interesse bei der Dohrener Bevölkerung, so dass die vorhandenen Sitzplätze nicht für alle Besucher ausreichten. Einige mussten der Veranstaltung auf einen Stehplatz verfolgen.

Die Beauftragung des Landkreises Emsland an das Unternehmen Innogy (einstmals RWE) umfasse den Anschluss von 90 Prozent der Haushalte, die zurzeit einen Internetzugang mit weniger als 30 Megabit pro Sekunde haben, erklärte Dohrens Bürgermeister Johannes Dieker zu Beginn der Veranstaltung. Dieker sagte, dass der nun beginnende Ausbau zunächst „ein Grundstock“ sei. „Wir lassen niemanden im Regen stehen“, sicherte Dieker die Unterstützung der Gemeinde zu, dass bis zum Ende des Jahres jeder, der es wünsche, mit einem leistungsfähigen Internetanschluss versorgt werde.

Innogy-Kommunalbetreuer Rainer Oesting berichtete, dass sein Unternehmen im Bereich Mitte des Landkreises etwa 5.000 FTTB-Anschlüsse (Fibre to the building, Glasfaser bis ins Haus) und im Bereich Süd, zu dem Dohren gehöre, etwa 4.000 Anschlüsse legen werde. Insgesamt werden etwa 1.400 Kilometer an Leerrohren verlegt, sagte Oesting. Im Bereich der Samtgemeinde Herzlake können bis zu 830 Anschlüsse installiert werden.

Die betroffenen Adressen, die im Saal in Listen ausgelegt waren, wurden vom Landkreis Emsland ermittelt, erklärte der Innogy-Vertreter. Eine Ergänzung um zusätzliche Adressen sei nicht möglich. Trotzdem konnte, wer wollte, sich als Interessent für einen möglichen späteren Anschluss in einer ausgelegten Liste eintragen. Oesting bekräftigte die Absicht seines Unternehmens, nach Abarbeitung des durch den Landkreis Emsland beauftragten Projektes, weitere Anschlüsse zu bauen. Dabei könnten die Grundstückseigentümer durch Eigenleistungen die Kosten reduzieren. „Unser gemeinsames Ziel ist der Aufbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes“, fügte Rainer Oesting hinzu.

Über Produkte zur Nutzung des Glasfaseranschlusses informierte Timo Schade aus dem Bereich Innogy-Vertrieb. Auf den Einwand eines verärgerten Teilnehmers der Veranstaltung, dass zum Teil mit „Drückerkolonnenmethoden“ vorgegangen sei, gestand Schade „gewisse Kommunikationsprobleme“ aufgrund eines zu früh veröffentlichen Informationszettels ein. Moniert wurde die Auswahl der Adressen und „dass keine Bedarfsanalyse gemacht wurde“. Herzlakes Samtgemeindebürgermeister Ludwig Pleus und der Bauamtsleiter der Samtgemeinde, Alo Winkeler, betonten, dass es um eine Förderung durch den Bund, das Land und der Gemeinde Dohren gehe. Es werde viel Geld von den Fördergebern in die Hand genommen, um eine leistungsfähige Internetinfrastruktur zu ermöglichen. Beide bezeichneten die Förderung des Ausbaus als eine „einmalige Chance“.