Sanierungskonzept vorgestellt „Alte Schule“ im Lähdener Ortsteil Lastrup wird erneuert

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Die „Alte Schule“ in Lastrup in ihrem aktuellen Erscheinungsbild.Foto: AG Dorfentwicklung Holte Lastrup HerßumDie „Alte Schule“ in Lastrup in ihrem aktuellen Erscheinungsbild.Foto: AG Dorfentwicklung Holte Lastrup Herßum

Lähden. Das Gebäude der „Alten Schule“ sowie dessen Umfeld im Lähdener Ortsteil Lastrup sollen in diesem Jahr saniert und zu einem Dorftreffpunkt ausgebaut werden. Die Gemeinde kalkuliert mit Gesamtkosten von 356.000 Euro.

Da es in Lastrup keine Gaststätte mehr gibt, ist die „Alte Schule“ dort der einzige Ort mit Treffpunkt-Charakter, der zudem für größere Feiern geeignet ist. Jedoch herrscht Erneuerungsbedarf – drinnen wie draußen. Vertreter der Verwaltung stellten unserer Redaktion nun die Sanierungskonzepte vor, die vom Arbeitskreis Dorfentwicklung um Lähdens Bürgermeister Franz Strüwing und die stellvertretende Bürgermeisterin Beate Dulle aus Holte-Lastrup erarbeitet wurden.

Die „Alte Schule“ kann aktuell von vielen Vereinen und Gruppen nicht genutzt werden, da es darin zu kalt ist: „Das Gebäude ist nur teilweise ordnungsgemäß gedämmt, hat daher sehr hohe Wärmeverluste und kann nicht vernünftig aufgeheizt werden“, stellte der Arbeitskreis fest. Um das ortsbildprägende, historische Mauerwerk nicht zu beeinträchtigen, wird zur Isolierung eine Hohlschichtdämmung angebracht. Die vorhandene Heizungsanlage soll durch ein neues energetisches Gas-Brennwertgerät ersetzt werden.

Neue Böden

Weitere geplante Arbeiten umfassen die Verlegung neuer Böden, sowohl im Erdgeschoss als auch auf dem Dachboden, der zugänglich sein muss, „damit die historische Glockenanlage im Glockenturm eingestellt und gewartet werden kann“, begründet der Arbeitskreis. In diesem Zusammenhang wird eine neue Bodentreppe mit Zugang vom Versammlungsraum geschaffen.

Der Eingangsbereich der „Alten Schule“ soll eine neue, ortsbildtypische Holztür erhalten. Zusätzlich wird die Haupteingangstür mit einer elektronischen Schließanlage versehen, damit die Sanitäreinrichtungen als öffentliche Toiletten genutzt werden können. Dazu ist vorgesehen, die vorhandenen Sanitärräume und den Abstellraum zu entkernen und zu zwei Räumen (Herren-WC und Behinderten-WC) zusammenzulegen.

LED-Beleuchtung

Um den Vereinen und Gruppen zusätzliche Abstell- und Lagerräume zu bieten, werden im bisherigen Damen-WC zwei defekte Toiletten und ein nicht benötigter Duschbereich entfernt und mit Trockenbauwänden zwei zusätzliche Räume geschaffen. Hinzu kommen unter anderem neue Zargen und Innentüren, teils neues Mobiliar sowie ein frischer Anstrich sämtlicher Räume. Die Elektroinstallation wird grundlegend erneuert, die Beleuchtung im Gebäude komplett auf LED umgestellt.

Die Gesamtkosten liegen bei 155.000 Euro. Um sie zu begleichen, fließen laut Kalkulation 97.000 Euro aus Mitteln der Dorfentwicklung in die „Alte Schule“. Weitere 58.000 Euro trägt die Gemeinde Lähden.

Runderneuerung des Umfelds

Abgesehen vom Gebäude selbst wird dessen Umfeld eine Runderneuerung erhalten. Weil sich der Schützenplatz in Lastrup nach Erkenntnissen der Arbeitsgemeinschaft aktuell nicht als ansprechender Dorftreffpunkt eignet, soll eine überdachte Sitzgruppe geschaffen werden, damit sich der multifunktionale Treffpunkt auch als Grillplatz nutzen lassen kann.

Am Alten Schulweg ist die Schaffung eines abgesetzten, barrierefreien Fußwegs und die Herstellung befestigter Wegeseitenräume vorgesehen. Damit sollen dringend benötigte Parkmöglichkeiten nahe der Dorftreffpunkte geschaffen werden. Der bisherige Vorplatz der „Alte Schule“ ist teils nur mit Schotter und Splitt befestigt. Ein ortsbildgerechtes und barrierefreies Gestaltungspflaster soll hier verlegt werden, um diesen Bereich offener und einsichtiger und damit einladender zu machen. Für die Ecke Dorfstraße / Alter Schulweg ist eine neue Sitzgruppe geplant.

Entwurf für Umgestaltung „Alte Schule“ in Lastrup. Quelle: Arbeitsgemeinschaft Dorfentwicklung Holte Lastrup Herßum

Von all dem soll neben der Dorfgemeinschaft auch die überörtliche Bevölkerung profitieren, beispielsweise Radfahrer und Wanderer. Zur Erneuerung des Außenbereichs sind 200.000 Euro veranschlagt. 88.000 Euro davon übernimmt die Kommune, die übrigen 112.000 Euro werden aus Mitteln der Dorfentwicklung beglichen.


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