Ein Bild von Tim Gallandi
22.03.2018, 16:39 Uhr KOMMENTAR

Pakete von Herzlakerin weg: Beim Verschicken ist Abwägen gefragt

Von Tim Gallandi


Pakete liegen in einer Zustellbasis der Deutschen Post DHL in Düsseldorf. Symbolfoto: dpa/Rolf VennenberndPakete liegen in einer Zustellbasis der Deutschen Post DHL in Düsseldorf. Symbolfoto: dpa/Rolf Vennenbernd

Herzlake. Dass die Herzlakerin Jutta Caspari zum zweiten Mal binnen eines halben Jahres den Verlust eines DHL-Pakets beklagen muss, ist für sie doppelt ärgerlich. Ganz vermeiden lassen sich solche Fälle nicht. Den Kunden bleibt nur, von Postsendung zu Postsendung das Risiko abzuwägen. Ein Kommentar.

Mehr als 29.000 Beschwerden sind nach Angaben der Verbraucherzentrale seit Dezember 2017 auf ihrer Internetseite Post-Ärger.de eingegangen. Knapp neun Prozent davon, also rund 2600, drehten sich um abhandengekommene Pakete. Das betrifft DHL ebenso wie andere Dienstleister.

Nicht jeder Verlust wird den Verbraucherschützern gemeldet. Klar ist also: Die Dunkelziffer dürfte höher sein. Klar ist aber auch, dass sich solche Pannen wohl nie ganz vermeiden lassen – bei täglich Millionen von Briefen, Paketen und Päckchen. Dass es die Herzlakerin Jutta Caspari nach jetzigem Stand zweimal innerhalb relativ kurzer Zeit traf, ist für sie doppelt ärgerlich.

Ein Verlustrisiko existiert, wenngleich es, statistisch gesehen, gering ist. Den Kunden bleibt nur, von Postsendung zu Postsendung abzuwägen, ob sie dieses Risiko eingehen – gerade, wenn es um wichtige und wertvolle Dinge geht. Oder ob sie Geld in eine Zusatzversicherung investieren, um im Verlustfall auf der sicheren Seite zu sein. Ein gewisser Ärger freilich bliebe auch dann.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN