Beteiligung mit 10.100 Euro Samtgemeinde Herzlake wird Gesellschafter bei EWE Netz

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Die Netzinfrastruktur für Strom, Erdgas, Telekommunikation und Trinkwasser wird im EWE-Konzern von der EWE Netz GmbH verantwortet. An ihr beteiligt sich nun die Samtgemeinde Herzlake. Symbolfoto: Michael GründelDie Netzinfrastruktur für Strom, Erdgas, Telekommunikation und Trinkwasser wird im EWE-Konzern von der EWE Netz GmbH verantwortet. An ihr beteiligt sich nun die Samtgemeinde Herzlake. Symbolfoto: Michael Gründel

Herzlake. Die Samtgemeinde Herzlake beteiligt sich laut einstimmigem Beschluss des Rats mit 10.100 Euro an der EWE Netz GmbH. Damit rückt die Samtgemeinde in den Kreis der Kommunen, die Gesellschafter der Kommunalen Netzbeteiligung Nordwest (KNN) sind.

In der KNN werden die kommunalen Anteile an der EWE Netz GmbH, einem Tochterunternehmen des Energieversorgers EWE, gebündelt. Wie Samtgemeindebürgermeister Ludwig Pleus erläuterte, hatten sich zuvor 82 Städte und Gemeinden aus fast allen Landkreisen im Ems-Weser-Elbe-Gebiet für eine finanzielle Beteiligung in Höhe von insgesamt 58,1 Millionen Euro entschieden.

Insgesamt können bis 2018 Unternehmensanteile von 25,1 Prozent erworben werden. Städte und Gemeinden, die bislang nicht beteiligt sind, dürfen in diesem Jahr noch dazu stoßen.

Mindestsumme

Auch andere emsländische Kommunen wirken an diesem Modell mit. Die Stadt Haren beispielsweise gab 2013 eine Summe von rund 1,18 Millionen Euro für eine Beteiligung frei. Mit den Erträgen wird die im Jahr darauf gegründete private Bürgerstiftung finanziert, über die gemeinnützige Projekte in der Schifferstadt gefördert werden.

„Unser Finanzvolumen lässt keine Beteiligung in großem Stil zu“, sagte Pleus. Daher wolle man sich in Herzlake auf die Mindestsumme von 10.100 Euro beschränken. Verzinst werden die Anteile demnach mit 3,57 Prozent bei einer Laufzeit von zehn Jahren.

An Weichenstellungen mitwirken

Die Beteiligung biete den Vorteil, dass die Kommunen „Impulse in die Gesellschafterversammlungen tragen können. Das wäre auch für die Samtgemeinde Herzlake wertvoll“, so Pleus. Über die Beteiligungsgesellschaft können die Städte und Gemeinden bis zu drei Vertreter in Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung von EWE Netz entsenden und dort an den Weichenstellungen des Unternehmens zur Energiewende mitwirken.

Nach Worten von Ulrich Ostermann war die Beteiligung bereits vor einiger Zeit den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde angeboten worden. „In der Gemeinde Lähden wurde es abgelehnt, was ich nicht nachvollziehen konnte“, sagte der SPD-Ratsherr, der den jetzigen Beschluss begrüßte.

Das Ratsvotum erfolgte einstimmig. Im Haushalt 2018 der Samtgemeinde, den der Rat unlängst verabschiedete (wir berichteten), ist die Summe berücksichtigt.


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