Neubau des Kassenhauses Waldbühne Ahmsen schließt 2017 mit Minus ab

Von Iris Kroehnert

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Lähden Dass die Waldbühne Ahmsen sich bereits voll auf die kommende Spielzeit fokussiert hat, ist bei der Generalversammlung am Freitagabend im Spielerheim deutlich geworden. „Die Werbetrommel für die neuen Stücke wird bereits kräftig gerührt“, sagte Schriftführerin Lena Siemer.

Vorsitzender Josef Meyer hofft, dass das ehrenamtliche Theater in der Spielzeit 2018 die Besucherzahlen aus der vergangenen Saison erreichen wird. „Wir zählten beim Stück Luther 21.522 Besucher und bei Pippi Langstrumpf 24.751“, so Meyer und fügte hinzu: „Damit hatten wir 2017 die viertbeste Saison in unserer 69-jährigen Bühnengeschichte.“

Keine Zuschüsse erhalten

„Wir haben 2017 ganz bewusst investiert – im vergangenen Jahr rund 110.000 Euro und dies ohne zusätzliche Zuschüsse des Landkreises und der Gemeinde“, sagte Meyer. Den regulären Zuschuss des Landkreises bezifferte er mit 25.000 Euro. Als wichtigste Baumaßnahme nannte er das neue Kassenhaus. „Die Besucherschlangen können jetzt besser bedient werden“, freute er sich. Auch sei das Gebäude der Waldbühne für ankommende Besucher besser einsehbar. Noch Handlungsbedarf sieht er bei der Gestaltung des Eingangsbereiches. Als notwendig bezeichnete er die neue Wegebeleuchtung, die nun für sicherere Fußwege zum Parkplatz sowie zum Spielerheim sorgt. Für dieses Jahr stehen Pflasterarbeiten an den Zuwegungen sowie auf dem Gelände an.

Auch die Investitionen in eine neue Alarmanlage und ein neues Schließsystem bezeichnete Meyer als „dringend notwendig“. Des weiteren investierte das Theater in die Bühnentechnik. So wurden neben neuer Bühnenlichttechnik acht weitere Mikroportanlagen angeschafft.

310.000 Euro eingeommen

Den Kassenbericht für 2017 trug Kassenwartin Ursula Vorholt, die seit einem Jahr auch Geschäftsführerin des Vereins ist, vor. An Einnahmen benannte sie 165.000 Euro aus dem Stück Luther und 113.000 Euro aus Pippi Langstrumpf. Die Musicalnacht hätte rund 3.600 Euro erbracht und das Udo-Jürgen-Cover-Konzert rund 8.300 Euro. Mit den Zuschüssen und den Einnahmen aus den DVD- sowie CD-Verkäufen konnte der Verein alles in allem 310.000 Euro verbuchen.

Hohe Kosten

Dem standen die Ausgaben für die Investitionen, für Spielrechte, Personalkosten, wie beispielsweise die Spielleiter, gegenüber. Eine mehrtägige Ausflugsfahrt nach Luxemburg als Dankeschön an die Bühnenmitglieder schlug mit 20.000 Euro zu Buche. 2500 Euro kostete das Jugendcamp für den Spielernachwuchs. Als weitere Ausgaben bezifferte Vorholt 13.300 Euro für das Bühnenbild, 19.200 Euro für Kostüme, Requisite und Maske, 48.000 Euro für Werbung, 15.300 Euro für Energie, 2800 Euro für Versicherung, 12.300 Euro für Lehrgänge und Fortbildungen sowie 3500 Euro für Beiträge. Insgesamt beliefen sich alle Ausgaben auf rund 346.000 Euro. „Somit ist ein Minus von rund 35.000 Euro zu beziffern“, sagte Vorholt. Meyer zeigte sich „mehr als zuversichtlich, dass das Minus 2018 ausgeglichen werden kann.“

Großes Interesse

Er gab einen kurzen Ausblick auf die kommenden Stücke: „Im Erwachsenenbereich inszenieren wir die Komödie Don Camillo, Peppone und die jungen Leute, die am Samstag, 19. Mai Premiere feiert, und als Familienmusical bringen wir die kleine Hexe auf die Bühne.“ Der Kartenvorverkauf sei bereits gut angelaufen. Monika Lau, zuständig für die Büroorganisation und den Kartenverkauf, sagte: „Direkt bei uns wurden bis jetzt 5060 Karten für Don Camillo verkauft und 586 Karten für die kleine Hexe.“ Nicht in den Zahlen enthalten seien der Online-Verkauf über ein Ticketsystem sowie die verkauften Karten für die Frauenkundgebungen. Weiter berichtete sie über eine „ausgesprochen gute Nachfrage“ bei den Schulaufführungen. „Die Anmeldezahl beträgt aktuell 15224.“ Außerdem ging Lau auf den Wechsel beim Online-Verkauf zum Anbieter „Dein Ticket“ ein. Sie sagte: „Es sieht nach einer richtigen Entscheidung aus, denn die Probleme aus der Vergangenheit mit dem Vorgängerunternehmen sind bis jetzt bei dem neuen Anbieter nicht aufgetaucht.“

Malwettbewerb erfolgreich

Die stellvertretende Vorsitzende Sarah Cordes freute sich über den großen Zuspruch, den der aktuelle Kindermalwettbewerb zum Familienmusical „Die kleine Hexe“ erhalten würde. Sie zeigte einige der Arbeiten, die bereits abgegeben wurden. „Das lässt hoffen, dass das neue Stück gut angenommen wird“, folgerte Cordes.

Neues Programmheft

Lara Siemer stellte neben den bekannten Werbemitteln wie Plakate, Faltblätter und Anzeigen, den neuen Miniflyer vor, der etwa Höhe und Breite einer Streichholzschachtel hat. Auch wird es in der kommenden Saison erneut ein Programmheft geben, mit dessen Arbeit der Werbeausschuss bereits begonnen hat.

Neue Kioskdbetreiber

Meyer dankte allen aktiven Mitgliedern. Die Zusammenarbeit im Vorstand bezeichnete er als „ausgesprochen harmonisch“. Besonders lobte er die Spielleiter Bernd Aalken und Walter Edelmann. „Sie sind seit vielen Jahren mit großem Engagement dabei“, sagte Meyer und dankte Aalken persönlich für die bis jetzt 35-jährige Zusammenarbeit. Erfreut zeigte er sich auch über zwei neue Mitglieder im Bauausschuss sowie über ein neues Mitglied im Technikausschuss. Mit dem Ehepaar Monika und Dieter Rüdebusch stellte er die neuen Betreiber des Kiosks beziehungsweise des Verkaufsstandes vor.


Waldbühne Ahmsen ehrt langjährige Mitglieder

ik LÄHDEN. Die Generalversammlung der Waldbühne Ahmsen bot eine gute Gelegenheit, gleich acht langjährigen Mitgliedern für ihre Treue und ihr großes Engagement zu danken.

Seit 1993 sind Anika Deters, Julia Horstmann und Andreas Lau Ensemblemitglieder. Für eine jeweils 25-jährige Tätigkeit in einem Ausschuss wurden Irmgard Lager, Rudi Lager und Josef Jansen geehrt. Schließlich wurde mit Josef Meyer ein besonders verdientes Mitglied der Waldbühne geehrt. Die Laudatio hielt Spielleiter Bernd Aalken. Er sagte: „Josef Meyer ist seit 1988 zweiter Vorsitzender und übernahm 1993 das Amt des ersten Vorsitzenden, das er bis heute und hoffentlich noch viele Jahre ausüben wird.“ Weiter führte Aalken aus: „Mir ist kaum jemand bekannt, der als Vorsitzender eines Vereins ein silbernes Jubiläum begehen kann.“

Bühnenmitglied wurde Meyer aber bereits 1964 im Alter von nicht ganz sechs Jahren. Der so geehrte erste Vorsitzende konnte sich noch gut an seine erste Rolle auf der Bühne erinnern. „Ich war der dritte Hase von links“, sagte Meyer und hatte die Lacher auf seiner Seite.

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