In Lähden sind die Jecken los Gute Stimmung beim Frauenkarneval in Lähden

Von Agnes Schwering


Lähden. Wer an Kerneval ausgelassen feiern wollte, der konnte das am Wochenende außer in den Hochburgen des Rheinlandes auch beim Frauenkarneval in Lähden. Die Narren im voll besetzten Jugendheim verstanden es, das Publikum mitzureißen und für gute Stimmung zu sorgen. Frauengruppen verkleidet als Mäuse, Marienkäfer, Arbeiter oder Jungs von dar Waterkant bevölkerten den Saal.

Alle zwei Jahre organisiert eine Frauengruppe den traditionellen Frauenkarneval in Lähden. Im Wellnessoutfit eröffnete sie das Programm mit einer gesanglichen Darbietung. Die musikalische Begleitung des Alleinunterhalters, der es während des gesamten Abends großartig verstand, das Publikum auch während der Pausen durch Schunkellieder zum Mitsingen mitzureißen, trug sehr zum Gelingen des Abends bei.

Historische Unterrichtsstunde

Danach folgten diverse komödiantische Auftritte. Eine Schulstunde, wie sie früher vielleicht stattgefunden hat, wurde dominiert von der strengen Lehrerin, die es nicht so einfach hatte. Stand das Lernen doch nicht so sehr im Vordergrund, sondern mehr die Ereignisse zuhause. Es kam doch allerhand kurioses an den Tag, was die Lachmuskeln der Gäste sehr stark strapazierte.

Tänze

Die Jungsenioren-Tanzgruppe legte zu dem Musikstück von Udo Jürgens „Mit 66 Jahren..“ eine temperamentvolle Darbietung aufs Parkett. Die nationale Auswahl der Synchronschwimmerinnen zeigte nach Walzerklängen in Rhythmik und Übereinstimmung eine sehr gelungene Vorstellung.

Auch die Vergesslichkeit von Senioren parodierten die Frauen. Otto und Emma sitzen auf der Parkbank. Otto möchte ein Eis für die beiden holen. Doch wie es so im Alter mit dem Vergessen ist, kommt er mit einer Bratwurst zurück und alle beide sind glücklich.

Hitparade

Im ersten Teil der Hitparade, die traditionell vom Frauenkolping aufgeführt wird, konnte die Moderatorin, Jutta Fischer, Vater Abraham mit seinen Schlümpfen und Klaus & Klaus mit dem Lied „Klingelingeling, hier kommt der Eiermann“ ankündigen. Alle Gruppen versetzten das Publikum so in Begeisterung, dass am Ende keiner mehr auf seinem Platz sitzen bleiben konnte.

Büttenredner

Ein Bauhofmitarbeiter (Maria Tautz) erzählte in der Bütt vom schwierigen Leben. Sei es bei der Arbeit oder auch die Querelen mit der Ehefrau. Gekonnt in Mimik und Körpersprache, erntete sie im Saal große Beifallsstürme.

Frauenprobleme

Vier bezaubernd elegante Frauen trugen mit dem Lied „Es war Sommer“ ihre eigenen Erfahrungen mit den Wechseljahren vor. Die Gruppe Cantamus sagte musikalisch dem ewigen Frauenthema „der Zellulitis“ den Kampf an. Unverständlich, dass der liebe Gotte so viele Zellen bei den Frauen an den Beinen und am Po angesiedelt hat.

Sehr beeindruckend zeigten die Frauen des Kfd-Vorstandes eine Art Schattentheater. Mit den Händen und einem Fuß zeigten sie Akrobatik auf höchstem Niveau.

Mit Teil zwei der Hitparade und den Beiträgen von Mike Krüger „Wer baggert da so spät noch am Baggerloch“, Helene Fischers „Herzbeben“ und Andreas Gabaliers „Hulapalu“ fand der Abend seinen krönenden Abschluss. Anschließend feierten die Frauen noch bis tief in die Nacht. Der Erlös aus dem Verkauf der Getränke an dem Abend kommt dem Ferienlager Lähden zugute.