Reitsport als Mannschaftssport erleben Ponyliga Emsland beim ersten Spieltag in Herzlake

Von Martin Reinholz

Acht Mannschaften aus Lingen, Uelsen und Herzlake nahmen am ersten Spieltag der Ponyliga Emsland in der Herzlaker Reithalle teil. Foto: Martin ReinholzAcht Mannschaften aus Lingen, Uelsen und Herzlake nahmen am ersten Spieltag der Ponyliga Emsland in der Herzlaker Reithalle teil. Foto: Martin Reinholz

Herzlake. Die Ponyliga Emsland hat ihren ersten Spieltag in der Herzlaker Reithalle ausgetragen. Nach spannenden Wettkämpfen belegten die ersten beiden Mannschaften des Reitvereins Lingen Rang eins und zwei vor der ersten Mannschaft des Reit- und Fahrvereins Niedergrafschaft Uelsen. Insgesamt nahmen acht Teams am Spieltag teil.

Ponyligen bieten dem Nachwuchs im Pferdesport den ersten Umgang mit den Vierbeinern unter Wettbewerbsbedingungen. Während im Bereich des Pferdesportverbands Weser-Ems (PSVWE) zahlreiche Vereine ihren Nachwuchs in Ponyligen an Wettkämpfen teilnehmen lassen, sind es im Bereich des Emslands und der benachbarten Grafschaft Bentheim der Reit- und Fahrverein Herzlake, der Reitverein Lingen und der Reit- und Fahrverein Niedergrafschaft Uelsen, die Mannschaften zur Ponyliga gemeldet haben.

„Obwohl der Pferdesport oft als Einzelsportart – bestehend aus Reiter und Pferd – gesehen wird, vermittelt die Ponyliga den Reitsport als Mannschaftssport“, erklärte Gaby Willen vom Reit- und Fahrverein Herzlake. Willen hat sich im Herzlaker Verein für die Ponyliga stark gemacht und freut sich, dass mittlerweile Anna Book und Michaela Wilbers mit dem Reiternachwuchs im Verein arbeiten. „Ein besonderes Lob muss man auch den Eltern machen, die die Kinder aufopferungsvoll bei den Spieltagen begleiten“, fügt die Herzlakerin hinzu. Besonders bei der Ausrichtung in der Herzlaker Reithalle haben die Eltern für ein Rahmenprogramm mitsamt einer kulinarischen Versorgung gesorgt.

Sechs Disziplinen

An einem Wettkampftag messen sich die teilnehmenden Mannschaften zu je vier Ponys und Reitern in sechs verschiedenen Disziplinen. Dazu gehört der Slalomritt um fünf Kegel, auf denen ein Ball liegt. Mitgeführt wird ein Staffelstab, der an den nächsten Reiter weitergegeben werden muss. Bei der Disziplin „Becher setzen“ muss während des Ritts ein Becher von einem Stiel auf einen anderen versetzt werden.

Schnelles Reiten, absitzen, Pony führen, aufsitzen und weiterreiten ist beim „Eimerrennen“ gefordert; Teamwork ist beim „Sackrennen“ gefragt. Je zwei Reiter müssen mit je einem Bein in einen Sack ihr Pferd führen. Dann muss ein Reiter zurück, um den nächsten mit einem Fuß im Sack wieder abzuholen. Bei der sechsten Disziplin, dem „Flaggenrennen“, müssen verschiedene Flaggen aufgenommen, transportiert und wieder abgestellt werden. Bei allen Disziplinen geht es um Schnelligkeit. Zudem führen Fehler zu Strafpunkten.

Lingener Teams am erfolgreichsten

Mitorganisatorin Anna Book bezeichnete den ersten Spieltag als ein „Super-Turnier“ und dankte allen Mitwirkenden, Helfern und Mannschaften. Der Reitverein Lingen trat mit vier Mannschaften beim Spieltag in Herzlake an. Die erste Mannschaft belegte den ersten Platz, die zweite Mannschaft aus Lingen den zweiten Platz. Rang drei belegte die erste Mannschaft aus Uelsen. Die zweite Mannschaft aus Uelsen kam auf den vierten Rang. Gleich drei Mannschaften rangierten auf dem fünften Platz: die dritte Mannschaft aus Lingen und die erste und zweite Mannschaft aus Herzlake. Die vierte Mannschaft aus Lingen belegte den achten Platz. Nach der Siegerehrung gab es die entsprechenden Ehrenrunden unter den Beifall der Besucher durch die Reithalle.