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Schornsteinfeger fängt Rappen auf Stationsweg ein Haselünne: Pferd an Kehrleine

Von Carola Alge | 29.10.2011, 06:54 Uhr

Schornsteinfeger sollen ja bekanntlich Glück bringen. Andreas Walburg gehört zu den „schwarzen Männern“, denen man deshalb gerne begegnet. Am Donnerstag brachte er tatsächlich Glück – einem Pferd.

Der Schornsteinfegermeister war gerade am Kreuzweg in Haselünne unterwegs, um seinen Job zu machen und bei einigen Kunden den Schornstein zu reinigen. Gegen 13.15 Uhr sah er auf dem nicht weit entfernten Stationsweg plötzlich einen Rappen vor seinen Artgenossen weglaufen. Das Pferd war gerade durch ein Loch im Zaun von der Weide ausgebüxt.

Andreas Walburg überlegte einen Moment, wie er den Vierhufer einfangen könnte. Ein Tau hatte er ja nicht dabei. Kurzerhand nahm er seinen Kehrbesen, schraubte den Reinigungsstern heraus und funktionierte die Kehrleine zum Halfter um.

Nebenbei informierte der Schornsteinfeger seinen Chef Rolf Thelen, seines Zeichens auch Stadtbrandmeister. Der wiederum telefonierte mit der Polizei, die versuchte, den Eigentümer des Rappen ausfindig zu machen.

Während Walburg und Thelen, der inzwischen auch zum Fundort gefahren war, mit dem Tier auf Rückmeldung warteten und mit ein paar Leckerchen fütterten, kamen zufällig einige Kinder vorbei. „Das Pferd kenne ich, das gehört meiner Freundin“, riefen sie. Zeitgleich trafen Polizisten ein. Gemeinsam brachten sie den Rappen an der Kehrleine wieder auf die Wiese zu den anderen Pferden.

Alle waren froh, „dass der ,schwarze Mann‘ das Pferd rechtzeitig gesehen hat und es nicht zur Bundesstraße 402 lief, die nur 200 Meter entfernt ist“, freut sich Thelen. Ein glücklicher Tag sei es für die beiden schwarzen Freunde gewesen.