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Millionenprojekt der Caritas Grundstein für Fachklinik Hase-Ems Haselünne

Von Carola Alge | 28.10.2013, 19:00 Uhr

Um suchtkranken Menschen zu helfen, reicht eine medizinische Therapie allein oft nicht aus. Für einen nachhaltigen Behandlungserfolg ist die medizinische Rehabilitation wichtig, die den Patienten beim Wiedereinstieg in das Erwerbsleben hilft. Deshalb baut die Caritas in Haselünne die Fachklinik Hase-Ems. Am Montag wurde der Grundstein gelegt.

Diözesan-Caritasdirektor Franz Loth und Bürgermeister Werner Schräer mauerten die symbolische Schatulle, gefüllt mit der aktuellen Meppener Tagespost, Bauplänen und Münzen dieses Jahres, unter anderem im Beisein von stellvertretender Landrätin Margret Berentzen ein. Loth erklärte in Anlehnung an den Sturm, man wolle mit dem Bau „den Wind des Wandels, wolle Flügel bauen“. Sein Dank galt unter anderem dem Bistum Osnabrück, „das uns von Anfang an den Rücken gestärkt hat“.

Die Kosten für den Neubau betragen 7,8 Millionen Euro. Die „Aktion Mensch“ unterstützt das Bauprojekt mit 110000 Euro. Die neue Klinik wird in unmittelbarer Nähe zum Haselünner St.-Vinzenz-Hospital, gegenüber vom Hallenbad, gebaut. Sie wird etwa 5200 Quadratmeter umbaute Fläche umfassen. Der Komplex wird in zweigeschossiger Bauweise errichtet. Angestrebt wird eine enge Kooperation mit dem Krankenhaus und den dort angebotenen medizinischen Leistungen.

Drogenabhängige Menschen bekommen hier künftig neben der medizinischen Versorgung verschiedenste Angebote, die beim Aufbau eines stabilen Umfeldes helfen und sie auf die aktive Teilhabe an der Gesellschaft vorbereiten. Neben Räumen für Einzel- und Gruppentherapiegespräche entstehen dazu auch ein PC-Schulungsraum, eine Lehrküche sowie ein Fitness- und Trainingsbereich. Ergänzt wird dies durch Anlagen für ergo- und arbeitstherapeutische Maßnahmen in den Bereichen Holz- und Metallverarbeitung.

Ab Januar 2015 bietet die Klinik insgesamt 63 stationäre Plätze sowie sechs Tagesklinikplätze. Die bisherigen Einrichtungen in Sögel und Holte-Lastrup werden an diesem Standort zusammengeführt. Geplant sind 53 Einzel- und fünf Zweibettzimmer, die mit einer zentralen Notrufanlage ausgestattet werden. Räume für Einzel- und Gruppentherapiegespräche sowie für medizinische Untersuchungen und Behandlungen werden ebenfalls modern eingerichtet.

Den Dienst am Menschen rückte Pastor Johannes Bartke in den Fokus seiner Segenswünsche und Fürbitten. Einer trage des anderen Last, das wünschte er sich für die Fachklinik, die hoffentlich positiv angenommen werde.

Dank sagte Generalvikar Theo Paul der Stadt Haselünne für die „großartige Kooperation“, ohne die dieses Projekt nicht möglich sei. In der Fachklinik sieht er auch eine Stützpunkt-Stärkung des Haselünner Krankenhauses. Das bekräftigte Bürgermeister Werner Schräer. Die Stadt freue sich über die Entscheidung für Haselünne und „dass es nun losgeht“. Der Verwaltungschef hoffte, das Bauvorhaben zeitnah abzuschließen, um den Menschen das Rehabilitationsangebot zukommen zu lassen. Es sei, so Schräer, „ein sehr guter Tag für Haselünne.“