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Kommentar zu Azubi-Aktion Haselünne Ein Sprungbrett

Meinung – Carola Alge | 14.06.2016, 14:05 Uhr

Azubi-Wochen wie die in Haselünne sind ein Sprungbrett. Junge Leute können sich beweisen, übernehmen Verantwortung. Ein Kommentar.

Als Chef auf Zeit erleben sie hautnah, was es heißt, ein Geschäft, einen Betrieb zu leiten. Das weckt einerseits Verständnis für Entscheidungen ihrer sonst Vorgesetzten. Andererseits wird das Selbstbewusstsein gefördert. Wer Chef ist, hat es schließlich geschafft, darf Anweisungen geben.

Jobhopping ist in den USA schon lange angesagt. Die Rollen dort wie bei der bundesweiten Aktion sind zunächst ungewohnt: Plötzlich sind Azubis, wie in Haselünne, Marktleiter, Stellvertreter, verantwortliche Mitarbeiter. Sie werden durch den vorübergehend ungewohnten Alltag darin geschult, auf Probleme zu reagieren, ohne den eigentlichen Vorgesetzten hinzuzuziehen.

Im Team kann jeder seine Kompetenzen stärken, kann man voneinander lernen. Das Wirgefühl der Gruppe und die Verbundenheit mit dem Arbeitgeber werden gestärkt. Und Spaß macht der Rollenwechsel den meisten auch noch.