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Kommentar Tag und Nacht für Haselünne da

Meinung – Carola Alge | 11.07.2014, 13:30 Uhr

Mit Bernd Herbers verliert die Stadt Haselünne einen Finanzfachmann, der es über Jahrzehnte verstand, die Etats, auch nach Einführung der Doppik, verständlich und ihr Zahlenchinesisch so transparent zu machen, dass er dafür immer wieder auch Lob der Opposition im Rat bekam.

Doch das war nur einer seiner Arbeitsbereiche. Die Entwicklung der Schulen und Kindergärten lag ihm besonders am Herzen. Herbers Abschiedsgeschenk drückt das treffend aus: Aus einer Geldbörse, die er verwaltet und aufschließt, fliegen markante Bauwerke, die während seiner Dienstzeit gebaut, saniert, restauriert oder renoviert wurden. Dazu gehört neben der Klosterkirche, dem Rathaus und Bahnhof eben auch die Bödiker Oberschule. Der Erste Stadtrat stand hinter all diesen Projekten und sorgte dafür, dass sie finanziert werden konnten.

Das Bild steht aber ebenso symbolisch für Herbers Engagement für die Kunst. Er hat die Rathausgalerie entscheidend vorangebracht. Die von ihm seit 1984 organisierten Ausstellungen haben das Rathaus zu einem Haus des Bürgers gemacht.

„Aufgeschlossen“ betitelt der Künstler sein Bild zu Recht. Bernd Herbers stand seinem Arbeitgeber stets aufgeschlossen gegenüber. Mehr noch. Er war nicht nur innerhalb der Verwaltung kollegial und loyal, sondern Tag und Nacht für seine Stadt da, hatte immer ein offenes Ohr für die Bürger und ihre Belange. Herbers hat auf seine ganz eigene Art und Weise Haselünne vorangebracht, ohne dabei ein Mann der lauten Töne zu sein.