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Gymnasiastinnen halten Versprechen Kleideraktion für Flüchtlinge in Haselünne

Von PM. | 10.12.2015, 07:45 Uhr

„Mit Frau Berentzen, unserer Patin für die Auszeichnung Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage, haben wir bereits unser nächstes Projekt geplant“, kündigte Nina Trinh von der Projektgruppe im Rahmen der Auszeichnung des Haselünner Kreisgymnasiums als couragierte Schule an. Die Schüler hielten Wort und führten eine Kleideraktion für Flüchtlinge durch.

In der Schule wurden Informationsflyer und Plakate ausgehängt, die die Projektgruppe erarbeitet hatte, um die Schulgemeinschaft von ihrer Idee der Kleidersammlung in Kenntnis zu setzen. Knapp drei Wochen lang wurden dann jeden Tag in der ersten großen Pause an einer zentralen Sammelstelle im Forum der Schule verschiedene Kleidungsstücke gesammelt und sortiert. Besonders Kinderkleidung, Rucksäcke für Jugendliche, warme Wintermäntel und Bettwäsche kamen dabei zusammen. „Die Resonanz hat uns wirklich überwältigt“, so Kerstin Martens und Nina Trinh von der Projektgruppe.

Ehrenamtliches Personal

Jetzt konnten sie mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Patin Margret Berentzen die gesammelten Kleidungskisten der Haselünner Kleiderkammer übergeben. Das ehrenamtliche Personal dort freute sich sichtlich. Doch damit endete das Engagement der Schüler noch nicht. Sie erklärten sich außerdem bereit, an einigen Tagen, an denen sie nicht gerade für die Klausuren in der Schule lernen mussten, beim Verkauf der Kleidung in der Kleiderkammer zu helfen. „Wir waren in den folgenden Wochen wirklich berührt von den vielen Begegnungen mit den angereisten Flüchtlingen, die wir machen konnten“, so die Abiturientin Nina. „Wirklich glücklich waren wir, als wir feststellten, mit unserem Schulwissen in Englisch und Französisch sogar einige kleinere Gespräche zur Kontaktaufnahme mit ihnen führen zu können“, ergänzt Kerstin Martens.

Weitere Schüler motivieren

So verging der vorerst letzte Arbeitstag der Oberstufenschülerinnen auch nicht ohne die Zusage an das Team von der Kleiderkammer sowie an Berentzen, dass sie in ihrem Team der Projektgruppe bereits Schüler der unteren Klassenstufen für das Thema gewinnen konnten, die in Zukunft weiterhin mithelfen werden. „Wir verlassen zwar im nächsten Sommer die Schule. Die nächsten Schüler wollen wir auf jeden Fall dafür motivieren, sich für neue Projekte in Haselünne einzusetzen“, sind sich die Schülerinnen Kerstin, Nina und Nicole Gödiker einig.